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Aus dem Landkreis Job Center bereinigt Software-Fehler
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Job Center bereinigt Software-Fehler
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17:06 27.04.2018
Die Agentur für Arbeit präsentiert die Arbeitslosenzahlen für April. Quelle: dpa
Landkreis

Für diesen Anstieg ist vor allem verantwortlich, dass die Zahl der vom Jobcenter mit der Grundsicherung versorgten Arbeitslosen im Jahresvergleich um satte elf Prozent zugenommen hat. Nach Auskunft von Bernd Dittmer, dem Leiter des Jobcenters Schaumburg, hat das vor allem drei Gründe:
Zum einen sei die Zahl der Arbeitslosen beim Jobcenter einige Zeit lang durch einen Software-Fehler zu niedrig berechnet worden. „Das haben wir jetzt durch einen Zufall bemerkt und natürlich sofort bereinigt, darum stieg die Zahl automatisch auffällig an“, erläutert Dittmer.
Ein zweiter Grund ist laut Dittmer darin zu sehen, dass es im Vergleich zu vor einem Jahr 6,8 Prozent mehr Leistungsberechtigte gibt. „Das liegt vor allem an der gewachsenen Zahl an Flüchtlingen“, legt der Jobcenter-Chef dar.

5021 Menschen ohne Job

Drittens gebe es im Vergleich zum Vorjahr weniger arbeitsmarktpolitische Qualifizierungs- und Weiterbildungs-Maßnahmen, sodass mehr Personen in der Arbeitslosenstatistik landen.

Im April waren nach Angaben der für Schaumburg zuständigen Agentur für Arbeit Hameln kreisweit 5021 Menschen ohne Job. Das bedeutet eine Arbeitslosenquote von 6,2 Prozent. Im März waren es 92 Arbeitslose mehr gewesen, die Quote hatte bei 6,4 Prozent gelegen. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote im Landkreis allerdings noch „nur“ 5,9 Prozent.

Rinteln steht besser da

Im internen Vergleich kann die Geschäftsstelle Rinteln einen klar besseren Trend verzeichnen als der Stadthäger Bereich. Im Agentur-Bezirk Rinteln nahm die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum März um 40 Personen oder drei Prozentpunkte ab. Die Quote lag im April bei 6,6 Prozent, im Vorjahresmonat hatte sie 6,4 Prozent betragen.

Im Stadthäger Geschäftsstellenbereich hat die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum März nur um 1,4 Prozent (das sind 52 Personen) abgenommen. Im Vergleich zum April 2017 ergibt sich freilich ein deutlicher Anstieg um 280 Personen, was einem Anstieg von 6,1 Prozent gleichkommt. ssr