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Aus dem Landkreis Juso-Chef fordert Jugendbeiräte
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Juso-Chef fordert Jugendbeiräte
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00:25 04.12.2015
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Landkreis

Grages kündigte an, die Jusos würden in nächster Zeit innerparteilich darauf drängen, dass die jeweiligen SPD-Fraktionen die Einführung von Jugendbeiräten anstreben. Diese sollten „eine Art Lobby-Funktion für die Jugend“ darstellen, so Grages.

Genauso wie es vielerorts Beiräte für Senioren und Behinderte gebe, könne diese Einrichtung auch für junge Leute sinnvoll sein, erläuterte Grages auf Anfrage seine entsprechenden Äußerungen während der jüngsten Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins Helpsen. Dabei müsse gewährleistet sein, dass Verwaltungen und Räte ähnliche Kommunikationsstrukturen zu Jugendbeiräten aufbauen wie zu Senioren- und Behindertenbeiräten.

Grages ist wichtig, dass die Jugendbeiräte weniger förmlich und starr sind, als Jugendparlamente es waren. Solche hatte es vor Jahren in diversen Schaumburger Kommunen, etwa in Stadthagen und Bad Nenndorf, gegeben. Sie waren nach einiger Zeit aber wieder eingeschlafen. „Jugendliche wollen sich nicht auf Dauer binden in eine feste Struktur mit Tagesordnung und ähnlichen Regularien“, begründete Grages das.

Zwar werde es in den Jugendbeiräten eine Art kontinuierliches Leitungsteam geben müssen, führte Grages aus. Ansonsten könne die Struktur aber locker sein. Treffen der Beiräte müssten generell jedem Jugendlichen offenstehen. Die Alterspanne wollte Grages bis 21 Jahre sehen, nach unten ist keine Grenze festlegen. „Auch Achtjährige können tolle Vorschläge etwa für einen Spielplatz haben“, sagte er. „Jeder sollte die Gelegenheit haben, seine Wünsche und Forderungen dort einzubringen.“ Die Beiräte könnten „stark projektbezogen arbeiten“.

Bei jugendspezifischen Themen sollten die Ratsgremien Vertreter des Jugendbeirats zur Mitwirkung einladen. „Es geht darum, eine gute Möglichkeit zur Beteiligung von Jugendlichen am kommunalpolitischen Geschehen zu schaffen“, fasste er das Ziel seines Vorstoßes zusammen. ssr

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