Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Kampf gegen Schrumpfkurs

Frühjahrstagung der Landessynode Kampf gegen Schrumpfkurs

Die eigene Handlungsfähigkeit zu bewahren ist eine Herausforderung, mit der sich die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe konfrontiert sieht. Das hat Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke anlässlich der am Sonnabend in Pollhagen abgehaltenen Frühjahrstagung der Landessynode verdeutlicht.

Voriger Artikel
„Neue Stufe der Verbindlichkeit“
Nächster Artikel
450 Schüler mischen mit

Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke möchte die Landeskirche so aufstellen, dass diese auf lange Sicht eigenständig bleiben kann.

Quelle: wk

BÜCKEBURG/POLLHAGEN. So berichtete er, die Landeskirche habe in den vergangenen 40 Jahren stetig Mitglieder verloren. Zählte diese seinerzeit noch knapp 80000 Mitglieder, sind es heute nur noch rund 51000. Als Hauptursache nannte Manzke die demografische Entwicklung. In diesem Zusammnenhang betonte der Landesbischof, man solle diejenigen, die „unsere Kirche“ verlassen haben, viel stärker im Blick haben. Zudem müsse man sich der Einsicht stellen, dass die Landeskirche bei weitergehendem Verlust eine organisatorische Größe erreichen werde, „die nicht ohne Weiteres Handlungsfähigkeit mit sich bringt“. Es sei ihm ein „Herzensanliegen“, neue Mitglieder zu gewinnen.

Notwendigkeit einer Grundloyalität

Einige Schritte wie die „Zukunftskonferenz“ habe die Kirche bereits gemacht. Ferner unterstrich Manzke die Notwendigkeit einer Grundloyalität im Verhältnis zwischen Kirchengemeinden und Landeskirche. Sein großer Wunsch sei eine „hinhörende Kirche“, die „den Menschen nachgeht und sich ihnen hingebungsvoll zuwendet“. An die hauptamtlichen Mitarbeiter der Landeskirche appellierte er daher, zu den Jahresversammlungen der Sportvereine zu gehen, Kontakt zur Feuerwehr zu halten und auch sonst zu den „Menschen in ihren Bezügen“ Verbindung zu pflegen.

Darüber hinaus berichtete Manzke, dass die Besucherzahlen bei den liturgisch traditionell gestalteten Gottesdiensten „heftig zurückgehen“. Gottesdienste und Angebote im Gottesdienst, in denen den Gemeindemitgliedern eine aktive Beteiligung ermöglicht wird, seien deutlich besser besucht. „Das darf uns zu denken geben“, sagte der Landesbischof. Die Kirche müsse sich der Situation stellen, Impulse aufnehmen und verstärken.

Diakonisches nachbarschaftliches Handeln

Weiter monierte Manzke, dass sich die Landeskirche „womöglich zu lange selbstzufrieden zurückgelehnt“ habe, weshalb es wichtig sei, diakonisches nachbarschaftliches Handeln und professionelle, institutionell gestaltete Diakonie „zusammenzudenken“. Exemplarisch verwies auf die Flüchtlingshilfe, für die man auch Menschen habe gewinnen können, die zuvor keinen oder nur einen schwachen Bezug zum kirchlichen Leben gehabt haben. wk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg