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Kampf gegen die Schweinepest

Viehaltung Kampf gegen die Schweinepest

Afrikanische Schweinepest klingt im ersten Moment für Niedersachsen nicht besonders gefährlich. Doch die Seuche, die sich von Wildschweinen auch auf Hausschweine übertragen kann, hat zwar in Afrika ihren Ursprung, doch ausgebreitet hat sie sich auch schon in Osteuropa.

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Die afrikanische Schweinepest kann auch für das heimische Borstenvieh zur Bedrohung werden.

Quelle: pr

Landkreis. Somit sorgen sich in Niedersachsen die Landwirte ebenfalls um ihre Tiere. Aus diesem Grund werden präventive Maßnahmen getroffen, um einer Verbreitung des gefährlichen Virus‘ entgegenzuwirken. Für die Verbreitung ist meist der Mensch verantwortlich.

Ausbreitung entlang der A2

Das Landvolk in Schaumburg beschäftigt sich intensiv mit dem Thema. Um die Menschen für das Thema zu sensibilisieren, haben die Mitarbeiter des Landvolks an den Autobahn-Raststätten des Landkreises Plakate vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgehängt. Die besagen, dass Essensreste unbedingt ordnungsgemäß in den vorgesehenen Mülleimern entsorgt werden müssen, erläutert Achim Pohl, Kreisvorsitzender des Landvolks in Schaumburg. Essensreste, die beispielsweise auf dem Boden liegen, könnten von Wildschweinen gefressen werden. Dann bestehe die Gefahr, dass sich die Seuche ausbreite – zumindest, wenn sich Schweinefleisch in den Essensresten befinde. Die A2 sei die Ostwesttangente und dementsprechend würden viele Menschen aus dem Ostblock, wo die Seuche bereits aufgetaucht ist, die Strecke fahren. Aus diesem Grund seien die Texte auf den Schildern nicht nur auf Deutsch und Englisch, sondern insgesamt in sechs Sprachen übersetzt, unter anderem Rumänisch und Polnisch.

Mehr Wildschweine durch milden Winter

Gegen die Ausbreitung der Schweinepest könnte auch helfen, den Bestand der Wildschweine zu regulieren. „Durch die milden Winter in den vergangenen Jahren ist die Zahl der Tiere eher angestiegen“, sagt Pohl. Damit steige auch die Gefahr, dass sich Krankheiten schneller verbreiten. Die Jäger seien somit angehalten, Wildschweine zu erlegen.

Aus Pohls Sicht und der seiner Kollegen sei es positiv, dass auch die Politik sich mit dem Thema beschäftige. Schließlich könne die Schweinepest einen großen wirtschaftlichen Schaden anrichten, wenn sie tatsächlich in Deutschland auftrete. Neben der Tötung und Beseitigung aller Schweine eines betroffenen Betriebes sowie seiner Kontaktbetriebe müssten großflächige Schutzzonen mit strengen Handels- und Transportverboten eingerichtet werden, berichtet Pohl. Aus seiner Sicht bestehe definitiv ein begründetes Risiko, dass die Seuche von Osten auch in den Landkreis gebracht werden könnte. Deshalb seien die Vorsichtsmaßnahmen auch so wichtig.

Seuche wie in Osteuropa möglich

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast unterstützt die Vorkehrungen, denn auch sie warnt aus den gleichen Gründen vor der Afrikanischen Schweinepest. Die Krankheit breite sich bereits seit 2012 in der russischen Föderation, den baltischen Staaten sowie Polen aus. Seit Juni 2017 tritt auch in Tschechien ein isoliertes Seuchengeschehen bei Wildschweinen auf. „Ein vergleichbares Geschehen ist auch in Niedersachsen möglich“, so Ministerin Otte-Kinast. jemi

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