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Kastration und Chip sollen Pflicht werden

Landkreis / Forderung Kastration und Chip sollen Pflicht werden

Der Tierschutzverein Rodenberg-Bad Nenndorf und Umgebung fordert, dass die Kastrations- und Kennzeichenpflicht für Katzen in Schaumburg flächendeckend eingeführt wird. Es wäre eine große Hilfe für die Tierschützer und würde keinen Mehraufwand für Kommunen bedeuten, ist sich die Vorsitzende Jutta Schneider sicher.

Landkreis. Mit Kopfschütteln hat sie nach eigenen Angaben auf eine Diskussion in Stadthagen reagiert. Die dortige Verwaltung habe die von der CDU vorgeschlagene Einführung der Tierschutz-Katzenverordnung abgelehnt, weil deren Einhaltung nicht überprüfbar wäre. Doch darum gehe es gar nicht, so Schneider. Es müsse keinesfalls ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes einzelnen Katzen nachjagen, um zu schauen, ob diese kastriert sind oder einen Erkennungs-Chip tragen.

 Vielmehr sei es das Ziel der seit 2008 unter anderem in Paderborn geltenden Verordnung, Tierschutz und Ordnungsamt einen Handhabe zu geben, um Katzenpopulationen einzudämmen. Werde eine größere Zahl freilaufender Katzen an einer Stelle beobachtet, könne das Ordnungsamt gemeinsam mit örtlichen Tierschützern versuchen, den dafür Verantwortlichen ausfindig zu machen. Und auf Grundlage der Verordnung könnten diesem dann Auflagen gemacht werden.

 Außerdem seien gütliche Lösungen zur Finanzierung mehrerer Kastrationen möglich. Wichtig ist Schneider zufolge, dass Tierschützer und Ordnungsamt an einen Tisch gebracht werden und eine gemeinsame Arbeitsgrundlage erhalten. Perspektivisch würde dies beiden Seiten Geld und Arbeit sparen, was aus der Pionierstadt Paderborn bereits zurückgemeldet worden sei.

 Ein Beispiel: Würden freilaufende Katzen einer größeren „Kolonie“ kastriert, dann resultierten in der Folge auch weniger zusätzliche Streuner. Fangen Ordnungsamtsmitarbeiter einen Streuner ein und bringen ihn in Tierauffangstationen unter, kostet dies eine Kommune 28 Tage lang Geld, so Schneider.

 Auch das „Chippen“ hat Vorteile: Tierschützern erleichtere es die Suche nach den Haltern von Fundtieren. Ein Zugriff aufs Zentralregister bei „Tasso“ genüge, um eine „gechippte“ Katze zuzuordnen. Dies wiederum würde die Vereine ebenfalls finanziell entlasten. Die Verordnung sieht vor, dass alle Katzen, die nicht ausschließlich in Wohnungen gehalten werden, einen solchen Chip eingesetzt bekommen und kastriert werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 100 bis 200 Euro.

 Bad Nenndorf und Rodenberg stehen der Einführung Schneider zufolge wohlwollend gegenüber. Am heutigen Donnerstag, 12. Dezember, entscheidet der Bückeburger Rat über die Verordnung. Rinteln hat sie bereits eingeführt. gus

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