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Kaum falsche Fünfziger in Schaumburg

Blüten erkennen Kaum falsche Fünfziger in Schaumburg

Von falschen 50-Euro-Scheinen ist der Landkreis Schaumburg offenbar weitestgehend verschont geblieben. Das Landeskriminalamt in Hannover hatte vor falschen Fünfzigern gewarnt, die derzeit rund 60 Prozent des Falschgeldes ausmachen würden.

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Symbolfoto, dpa

LANDKREIS. Händler sollten besonders aufmerksam sein.

 „Wir haben zum Glück noch keine falschen Scheine gehabt“, sagt Sabine Erdmenger, Inhaberin des Naturkostgeschäftes „Gänseblümchen“ in Bad Nenndorf. Es sei aber einige Male vorgekommen, dass sie beim Einzahlen der Tageseinnahmen den Hinweis erhalten habe, dass auch falsche Scheine eingenommen wurden. In solchen Fällen wurde die Gutschrift zunächst nur unter vorbehalt gebucht, im Nachhinein habe sich das Geld laut Erdmenger immer als echt herausgestellt.

 „Unsere Zählmaschinen erkennen Falschgeld sehr zuverlässig“, bestätigt Jörg Nitsche von der Sparkasse Schaumburg. Momentan sie die Situation im Geschäftsgebiet der Sparkasse jedoch nicht dramatisch. Dennoch sollten die Mitarbeiter der Geschäfte vorsichtig sein und die Geldscheine prüfen. Auch wenn das etwas Zeit in Anspruch nehme, sei es auch zur Sicherheit der Kunden, betont der Sparkassensprecher. Denn wer Falschgeld entgegennimmt und dies zu spät bemerkt, bekommt keine Entschädigung, sondern macht sich bei Weitergabe selbst womöglich noch strafbar.

 Bei Spielmit in Stadthagen sind ebenfalls noch keine falschen Fünfziger in die Kasse gekommen. Die Mitarbeiter seien sensibilisiert, und würden die optischen und haptischen Sicherheitsmerkmale überprüfen, erklärt Geschäftsführerin Anja Adelt.

 Bei Optik und Hörakustik Di Noto soll das Geld, das in die Kasse wandert, zukünftig nicht nur unter dem UV-Gerät auf seine Echtheit überprüft werden. Inhaber Giovanni Di Noto möchte in seinen Geschäften in Bückeburg und Bad Eilsen einen speziellen Geldprüfstift einsetzen, der bestimmte Merkmale im Schein sichtbar macht.

 Es gäbe zwar immer mal wieder einen falschen Fünfziger, generell sei in Schaumburg derzeit aber keine signifikante Steigerung festzustellen, sagt auch Axel Bergmann, Sprecher der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg. Dennoch rät der Polizeibeamte dringend, die Sicherheitsmerkmale zu prüfen. Das dauere lediglich ein paar Sekunden und Falschgeld könnte zu fast 100 Prozent ausgeschlossen werden (siehe unten).

 Durchschnittlich drei Mal im Jahr werde Falschgeld bei ihnen entdeckt, teilt die Volksbank in Schaumburg mit. Jeder Fall werde der Polizei gemeldet, die dann die Blüten konfisziere und als Beweismaterial sichere.

 Die Volksbank Hameln-Stadthagen appelliert auch an Kunden, sensibel mit Banknoten umzugehen. Ein erster Hinweis auf Falschgeld liege vor, wenn sich das Papier nicht wie gewohnt anfühlt. Vorsicht ist nach Angaben der Volksbank Hameln-Stadthagen vor allem dann geboten, „wenn Fremde einen ansprechen und darum bitten, Geldscheine zu wechseln“. Gleiches gelte auch für Händler. Ein Indiz auf mögliche Betrugsfälle sei, wenn geringe Summen, zum Beispiel eine Kaugummi-Packung, mit größeren Geldscheine bezahlt würden.

 Ab April wird eine umgestaltete Banknote ausgegeben. Der neue 50-Euro-Schein soll fälschungssicherer sein. Es ist nach dem Fünf-, dem Zehn- und dem 20-Euro-Schein die vierte Banknote, die seit 2013 ausgetauscht wird. tbh

 

Check

Kurzer Sicherheitscheck

Um Falschgeld sicher erkennen zu können, rät Polizeisprecher Axel Bergmann zu der Methode „Fühlen-sehen-kippen“. Schon beim Bezahlen könnten die Mitarbeiter über die Scheine reiben und fühlen, ob der erhabene Prägedruck vorhanden sei. Zudem sollten das Fenster am Rand und der Sicherheitsstreifen sichtbar sein. Beim leichten Kippen der Scheine werde die Farbveränderung in den Zahlen sichtbar. Geübtes Personal könne das so schnell machen, dass es kaum Zeit koste und Kunden es zum Teil nicht einmal bemerken würden, meint Bergmann. tbh

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