Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Kaum noch freie Lehrstellen in Schaumburg

Landkreis / Auszubildende Kaum noch freie Lehrstellen in Schaumburg

Kurz vor Ende des Bewerbungszeitraumes sind in Schaumburg offenbar kaum noch Lehrstellen unbesetzt. Die Zahl tendiere gegen null, heißt es bei der Handwerkskammer in Hannover. Lediglich sechs freie Stellen finden sich noch in der dortigen Lehrstellenbörse. Das rührt auch daher, so eine Sprecherin der Handwerkskammer, dass viele Betriebe, die noch keine neuen Auszubildenden gefunden haben, ihre Angebote zurückziehen, da sie nicht mehr davon ausgehen, dass sich „auf den letzten Drücker“ noch ein qualifizierter Anwärter findet.

Voriger Artikel
Günstiger und flexibler mit der Bahn nach Hannover
Nächster Artikel
Wenn die Rente hinten und vorne nicht reicht

In Schaumburg ist der Großteil der Lehrstellen besetzt. © dpa

Landkreis (aw). Ein ähnliches Bild zeichnet Martin Wrede von der Geschäftsstelle der IHK Hannover in Stadthagen. „Für die von der IHK betreuten Berufe kann ich berichten, dass sich der sehr erfreuliche Trend aus dem Frühsommer fortgesetzt hat. Wir können davon ausgehen, dass im Landkreis Schaumburg kaum Lehrstellen unbesetzt geblieben sind.“

Gegenüber den bereits guten Vorjahreszahlen hätten die Ausbildungsbetriebe in diesem Jahr noch einmal zugelegt, so Wrede weiter. Zum 31. August waren demnach 469 Ausbildungsanträge aus Schaumburg bei der IHK eingegangen. Das entspricht einem Zuwachs von 44 Verträgen, mehr als zehn Prozent. „Ein knappes Drittel dieser Neuverträge entfällt auf den Groß- und Einzelhandel, gefolgt von Berufen aus dem industriellen Bereich der Metalltechnik.“ Auf dem dritten Platz landen Wrede zufolge Berufe aus der Hotellerie und dem Gaststättengewerbe. Die größten Zuwächse seien bei elektrotechnischen Berufen, in der Baubranche, bei Kreditinstituten und Druckereien zu verzeichnen.

Nach Ansicht Wredes spiegeln die Zahlen zum einen die derzeit gute konjunkturelle Lage wider. Zum anderen stellten aber viele Unternehmen auch langfristige Überlegungen im Hinblick auf die Sicherung des Fachkräftenachwuchses an, und nicht zuletzt sei auch der doppelte Abiturjahrgang genutzt worden, um das Potential an Fachkräften aufzustocken.

Einen kleinen Wermutstropfen gebe es aber doch, so Wrede. „Die Unternehmen beklagen weiterhin die fehlende Ausbildungsreife vieler Schulabgänger. Daher muss die Berufsorientierung an den allgemeinbildenden Schulen noch intensiver ermittelt werden.“

Bei der Agentur für Arbeit in Hameln waren für das jetzt beginnende Ausbildungsjahr nach eigenen Angaben im August noch einige Stellen frei. Von den 834 seit Anfang Oktober 2010 gemeldeten Plätzen waren noch 138 Stellen unbesetzt. Insbesondere bei den Dienstleistungs- und Fertigungsberufen haben Ausbildungssuchende noch Chancen. Gleichzeitig betreute die Agentur zu diesem Zeitpunkt aber nach eigenen Angaben in den Geschäftsstellen Rinteln und Stadthagen auch noch 271 Jugendliche, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz waren. Insgesamt hatten sich mehr als 1200 Jugendliche bei der Agentur gemeldet.

In der Jobbörse der Arbeitsagentur finden sich schon jetztzahlreiche Ausbildungsplatzangebote für das kommende Jahr, beginnend am 1. August oder 1. September 2012.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg