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Kein Anschluss aus dieser Zelle

Landkreis / Zahl der Telefonzellen sinkt Kein Anschluss aus dieser Zelle

Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Dies gilt auch bei öffentlichen Fernsprechern. Im Telekommunikationsgesetz steht zwar, dass es eine „Bereitstellung von öffentlichen Münz- oder Kartentelefonen an allgemeinen und jederzeit für jedermann zugänglichen Standorten“ geben muss, allerdings „entsprechend dem allgemeinen Bedarf“.

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Wenn der Handyakku leer ist oder das Mobiltelefon zu Hause vergessen wurde, sind auch Jugendliche auf öffentliche Telefonstationen angewiesen.

Quelle: par

Landkreis (par). Dieser ist auch in Schaumburg drastisch zurückgegangen, seit nahezu jeder ein Handy besitzt.

 Die rund 82 Millionen Menschen in Deutschland haben inzwischen 108,5 Millionen Mobilfunkanschlüsse. In Fußgängerzonen, Bussen, Bahnen oder Restaurants – überall wird mit den mobilen Begleitern telefoniert. Dass die Rentabilität von Telefonstellen – Telefonzellen kann man sie nicht mehr durchgängig nennen, seit es auch Edelstahlsäulen gibt – in den vergangenen Jahren deutlich nachgelassen hat, liegt auf der Hand. Die Telekom versucht nur noch, die Grundversorgung aufrechtzuhalten.

 „Die Entscheidungsinstanz ist der Kunde“, erklärte George Mc Kinney, Pressesprecher bei der Deutschen Telekom. Wenn die Telefonstellen nicht mehr gebraucht würden, baue man sie ab. Was Wirtschaftlichkeit bei einer Telefonzelle in Zahlen bedeutet, darüber gibt die Telekom grundsätzlich keine Auskunft. Der Pressesprecher betonte aber, dass Edelstahlsäulen deutlich günstiger zu betreiben seien als Telefonhäuschen, weil sie weniger häufig gereinigt werden müssen und weniger vandalismusanfällig seien. Aussortierte Zellen werden zentral gesammelt und entsorgt.

 Die Bundesnetzagentur teilte in einer Presseerklärung kürzlich mit, dass rund die Hälfte (55 Prozent) der bundesweit noch knapp 60000 öffentlichen Fernsprecher zur Grundversorgung unwirtschaftlich seien und deshalb abgebaut werden sollten. Zum Vergleich: Im Oktober 2010 waren es noch rund 70000.

 „Wenn die Telefonstationen im öffentlichen Raum stehen, dürfen sie nur mit Zustimmung der Gemeinden abgebaut werden“, erklärte Bettina Burger, Pressesprecherin der Stadt Stadthagen. In der Kreisstadt fielen in den vergangenen eineinhalb Jahren drei Telefonzellen dem zurückgegangenen Bedarf zum Opfer. Aktuell sind es noch 19 im gesamten Stadtgebiet und in den dazugehörigen Ortsteilen. „Die Grundversorgung wird auch zukünftig gewährleistet bleiben – das Netz wird nur dünner“, erklärte Burger. Gleiches merkte Lorenz Steinke, Pressesprecher der Telekom und zuständig für Niedersachsen, an, stellte aber gleichzeitig klar: „Der Abbau wird weitergehen. Aktuelle Zahlen zu Regionen geben wir aber seit einiger Zeit nicht mehr heraus – die Anfragen werden uns zu viel.“ Vor eineinhalb Jahren gab es landkreisweit noch 128 Fernsprecher. Orientiert man sich an dem allgemeinen Bundestrend, ein Rückgang um 15 Prozent in den vergangenen 18 Monaten, dürften es jetzt noch 107 Telefonstationen sein.

 Auch Heinz Niemeyer, Fachbereichsleiter Bürgerservice der Stadt Bückeburg, verfolgt den stetigen Telefonzellen-Schwund. Nur noch drei öffentliche Fernsprecher sind ihm in der Bückeburger Kernstadt bekannt.

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