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Kein Platz für Sitzenbleiber

IGS Rinteln verhängt Aufnahmestopp Kein Platz für Sitzenbleiber

Das bringt einige Eltern auf die Palme: Ihr Kind ist auf dem Gymnasium Ernestinum sitzen geblieben und wird „abgeschult“. Da bliebe ja noch die IGS Rinteln, wo der Sitzenbleiber theoretisch sogar in der 6. Klasse weitermachen könnte.
Doch dort ist genau in diesem bisher zweiten Jahrgang der IGS kein Platz mehr.

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Hat Aufnahmestopp für die IGS an der Hildburgschule: Schulleiter Torsten Rudolf.

Quelle: dil

Landkreis. „Wir haben den Eltern brieflich auf die Möglichkeiten hingewiesen, entweder die IGS Obernkirchen als Angebotsschule oder die Oberschule Bückeburg als Regelschule zu wählen“, erklärt Rintelns IGS-Leiter Torsten Rudolf. „Wenn das Kind aber die 5. Klasse wiederholen soll, dann ist bei uns noch Platz.“
Eltern haben unsere Redaktion angerufen und auf diesen Missstand hingewiesen. Rinteln habe doch nach Einführung der IGS alle Schulformen, und nun müssten einige Kinder doch wieder in Nachbarstädte pendeln. Es ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
„Unser künftiger 6. Jahrgang war im ersten Jahr zum Start nicht voll, aber im Laufe des Schuljahres hat sich das durch Zuzüge geändert“, sagt Rudolf. „Wir sind aber nur auf vier Klassen pro Jahrgang ausgelegt, können also nicht einfach eine weitere Klasse bilden.“
Welche Kinder sind überhaupt betroffen? „Wer am Gymnasium nicht die Versetzung in die 6. Klasse geschafft hat und abgeschult wird, könnte theoretisch zu uns, aber das klappt dieses Jahr nun mal nicht“, so Rudolf. „Deshalb haben wir die Eltern angeschrieben und auf die beiden Alternativen hingewiesen, wo es auch Platz gibt. Bei uns herrscht da aber Aufnahmestopp. Würden die Eltern aber beantragen, dass ihr Kind bei uns die 5. Klasse wiederholen soll, wäre dies möglich, denn da ist Platz.“
Die Oberschule Rinteln, derzeit mit den Klassen 7 und 8 an der Hildburgschule vertreten, hatte aber sieben Sitzenbleiber in der 6. Klasse. Diese müssen nun auch wechseln, denn die neue 6. Klasse ist ja schon IGS, und dieser Wechsel ist schon mangels Platz nicht möglich. Hier bleibt nur der Weg nach Bückeburg oder Obernkirchen.
Die Situation in Rinteln ist aus Sicht des Landkreises Schaumburg aber nicht einmal besonders gravierend. Kreisschulamtsleiter Ralf Mahnert verweist auf das Gymnasium Bad Nenndorf. „Wer es dort nicht in die 6. Klasse schafft, muss entweder zur nächsten Oberschule in Lindhorst oder zur nächsten IGS mit noch freien Plätzen in Helpsen oder Obernkirchen. Die IGS Stadthagen und die IGS Rodenberg sind stark überbucht, führen sogar schon Wartelisten.“
In Rinteln sei auch der Schülertransport kein Problem. Nach Obernkirchen gibt es weiter eine Transportlösung, weil dort zwei Jahrgänge auch aus Rinteln zur IGS gehen, denn diese IGS wurde früher eingerichtet als die in Rinteln. Nach Bückeburg gibt es auch Busverkehr. „Und der Schülertransport ist in jedem Fall kostenlos“, sagt Mahnert. „Die betroffenen Eltern müssen sich nur bei der aufnehmenden Schule erkundigen.“
Bürgermeister Thomas Priemer ist mit dieser Lösung allerdings nicht zufrieden. Rintelner Kinder sollten auch in Rinteln beschult werden, betont er: „Ich habe Schulelternrat und Leitung der IGS Hilfe bei der Suche nach Räumen angeboten, auch mit dem Landkreis gesprochen. Aber diese Hilfe macht nur Sinn, wenn es dann auch die nötigen Lehrerstunden gibt. Auf mein Angebot ging bisher aber niemand ein.“ dil

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