Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Keine Angst vor offenen Büchern

Flüchtlingsbetreuungsgeld für Sozialeinrichtungen Keine Angst vor offenen Büchern

Wird überschüssiges Geld aus der Flüchtlingsbetreuung einfach einbehalten? Jedenfalls nicht in Schaumburg, sagen die Verantwortlichen. Vergangene Woche war ans Licht gekommen, dass Einrichtungen wie etwa die Johanniter beim großen Ansturm im September vergangenen Jahres Pauschalen vom Land Niedersachsen erhalten haben, die ihren tatsächlichen Bedarf bei Weitem überstiegen (wir berichteten). Diese seien in der Folgezeit nicht zurückgezahlt, sondern in anderen Bereichen eingesetzt worden.

Voriger Artikel
„Demokratie ist anstrengend“
Nächster Artikel
Abstinenz ist nicht das Ziel

LANDKREIS. Bernd Koller, Präsident des DRK-Kreisverbandes Schaumburg, erklärt: „Wir haben nur das behalten, was uns zusteht.“ Die Verantwortlichen beim Roten Kreuz seien mit ihrer Abrechnung aktuell noch nicht fertig. Ende des Jahres sei damit zu rechnen. Dass das Ehrenamt durch die Vorgänge in Misskredit gerät, ärgert Koller: „Das Land hat durch ehrenamtliches Engagement ungemein viel Geld gespart.“ Die Betreuung der Flüchtlinge wäre sonst gar nicht möglich gewesen.

Zusätzlich zum DRK Schaumburg – bestehend aus 500 Ehrenamtlichen in 24 aktiven Ortsvereinen – hätten sich im September 2015 zahlreiche Bürger eingebracht. Kleidung in einem Gesamtwert von mehr als 500000 Euro sei gespendet worden. Mehr als 40 Ärzte hätten die Angekommenen ehrenamtlich untersucht.

"Immer sauber gearbeitet"

Koller: „Es wurde wie wahnsinnig gesammelt.“ Einer möglichen Kontrolle der Unterlagen durch das Landesrechnungsamt sieht er gelassen entgegen: „Wir können die Bücher jederzeit aufmachen, denn wir haben immer sauber gearbeitet.“

Ähnlich sehen das die Verantwortlichen beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB). So erklärt Jens Hauschke, Sprecher des Kreisverbandes Hannover-Land/Schaumburg, überzählige Gelder seien stets im selben Bereich verblieben, für Mitarbeiter oder Infrastruktur eingesetzt worden.

Die AWO gehört, anders als oftmals angenommen, nicht zu den Institutionen, die bei einer Erstaufnahme der Flüchtlinge eingebunden sind. Heidemarie Hanauske, die Geschäftsführerin des Kreisverbandes Schaumburg, stellt hierzu klar: „Wir kommen erst ins Spiel, wenn die Migranten von den Erstaufnahmeeinrichtungen auf einzelne Landkreise verteilt werden.“ Zuschüsse gäbe es in jenem Zusammenhang vom Land Niedersachsen sowie vom Landkreis Schaumburg. ano

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die SN suchen kreative Schaumburger. Ob Fotografie, Farbe, Skulpturen oder was die Kunst sonst alles hergibt: Unter dem Motto „Schaumburg kreativ“ suchen die Schaumburger Nachrichten auch in diesem Jahr nach Künstlern in der Region. mehr

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg