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„Keine Frage, die jetzt ansteht“

Wahlkreis Schaumburg „Keine Frage, die jetzt ansteht“

Keine Bestätigung, aber ausdrücklich auch kein Dementi: Erwartungsgemäß hat sich SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi zurückhaltend zu den Spekulationen über eine Bundestagskandidatur im Wahlkreis Nienburg-Schaumburg geäußert.

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Yasmin Fahimi (SPD)

Quelle: pr.

Landkreis. Am Sonnabend hatten die Schaumburger Nachrichten über entsprechende Ambitionen der Spitzenpolitikerin berichtet. Fahimi weist diese nicht ausdrücklich zurück, macht nur deutlich: „Die Bundestagswahl ist noch weit weg. Im Augenblick gilt für mich, mich voll und ganz auf meine Aufgabe als Generalsekretärin der SPD zu konzentrieren. Ob ich selbst für 2017 ein Mandat anstrebe, ist keine Frage, die jetzt zur Entscheidung ansteht.“

 Wenn sie zu diesem Schluss komme, werde sie sich „rechtzeitig mit meinen Genossinnen und Genossen in Niedersachsen dazu beraten“, sagte Fahimi auf SN-Anfrage.

 Die Nachricht, dass die Bundes-SPD die Hannoveranerin im Wahlkreis des früheren Abgeordneten Sebastian Edathy platzieren will, hat an der Parteibasis nicht eben Beifallsstürme ausgelöst. Zumal der Unterbezirk Schaumburg in die Überlegungen nicht eingeweiht worden war, wie dessen Vorsitzender Karsten Becker einräumte. Es gebe keinen Mangel an geeigneten eigenen Bewerbern, hatte er sogleich zu verstehen gegeben.

 Das ziehen die Genossen in Berlin und Hannover auch gar nicht in Zweifel. Aber, so heißt es dort: Um den wichtigen Wahlkreis Nienburg-Schaumburg zu halten, müsse nach Edathy, der bis zum Sturz über die Kinderporno-Affäre zu den angesehensten Politikern seiner Partei gehörte, wieder ein politisches Schwergewicht aufgeboten werden.

 Für ein „Unding“ hält die Nienburger SPD-Unterbezirkschefin Elke Tonne-Jork die Vorstellung, Fahimi im Wahlkreis Nienburg-Schaumburg kandidieren zu lassen: „Ich hoffe, dass das schnell zu den Akten gelegt wird.“ Die SPD könne es sich im ländlichen Raum „nicht leisten, eine Abgeordnete zu haben, die vor Ort kaum Präsenz zeigen kann – und das kann Frau Fahimi aufgrund ihres Jobs als Generalsekretärin nicht“.

 Der Stadthäger SPD-Vorsitzenden Jan-Philipp Beck fordert: „Es muss jetzt innerparteilich kommuniziert werden, ob die in Rede stehende Absicht wirklich besteht“. Denn „innerhalb der SPD ist dies an die hiesige lokale Ebene noch nicht herangetragen worden“. mf, ssr

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