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Keine Gefahr durch Nitrat

Grenzwerte in Schaumburg eingehalten Keine Gefahr durch Nitrat

Die geringe Konzentration von Viehzuchtbetrieben in Schaumburg kommt der Qualität des Grundwassers zugute. Der EU-weite Grenzwert für Nitrat von 50 Milligramm pro Liter werde mindestens um die Hälfte unterschritten. Das hat Werner Volker vom Wasserverband Nordschaumburg jetzt auf Anfrage mitgeteilt.

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Quelle: dpa

Landkreis. Von den insgesamt zwölf Messstellen im Landkreis gab es im Sommer nur eine, die mit 95 Milligramm den Grenzwert deutlich überschritten hat. Nitrat kann mit der Gülle, die auf den Feldern ausgebracht wird, ins Grundwasser gelangen. Nimmt der Mensch es über das Trinkwasser auf, wird es in Form von Nitrit zum Gesundheitsrisiko. 20 Milligramm pro Liter gelten schon als schädlich für Säuglinge.

 „Die Landwirte in der Region sind bemüht, die Einleitung gering zu halten und immer am Optimum zu düngen“, erklärt Achim Pohl vom Kreisverband des Landvolkes Niedersachsen. Im Vergleich zu den umliegenden Landkreisen habe Schaumburg mit rund 0,5 Großvieheinheiten pro Hektar – eine Kuh entspricht etwas mehr als einer Einheit – ein niedriges Gülleaufkommen. „In Cloppenburg beispielsweise stellt sich das Problem der Einhaltung der Grenzwerte mit fünf Großvieheinheiten pro Hektar schon etwas anders dar“, so der Landwirt.

Nitratwerte dank optimierter Düngung Rückläufig

 Schaumburger Bauern importieren den organischen Dünger aus den benachbarten Regionen und exportieren Getreide für die Viehwirtschaft. Ein- und Ausfuhr der Gülle unterliegen der strengen Kontrolle der Landwirtschaftlichen Kammer, die auch mit Geldstrafen bewährt sei. „Es sind einfach Übermengen des Düngers am Markt verfügbar“, meint Volker vom Wasserverband Nordschaumburg. Auch wenn die Lage in Schaumburg nicht angespannt ist, beobachte er die Entwicklung mit Sorge und setzt auf vorbeugende Beratung für den Grundwasserschutz bei den Landwirten.

 Generell seien die gemessenen Werte dank der optimierten Düngung nach Erfahrung des Bauernverbands landesweit rückläufig. „Die weitstreuende Verteilung des Düngers über den Prallteller wird bis 2020 vollständig durch modernere Verfahren abgelöst sein, die die Nährstoffe gezielter an die Pflanze führen“, sagt Pohl.

 Unabhängig von der Landwirtschaft stelle auch die Verteilung von Streusalz auf den Straßen im Winter letztlich ein Risiko für das Grundwasser dar. Selbst an Messstellen in Waldgebieten würden mitunter erhöhte Nitrat-Werte im Grundwasser festgestellt. geb

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