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Keine Mehrheit für zweite IGS-Oberstufe

Antrag stößt auf Ablehnung Keine Mehrheit für zweite IGS-Oberstufe

Auf Ablehnung bei den großen Fraktionen im Schaumburger Kreistag stößt der Antrag der WIR/Linke-Gruppe auf Einrichtung einer kreisweit zweiten IGS-Oberstufe in Rodenberg zum Schuljahr 2018/19. Derzeit sei dafür kein Bedarf zu erkennen, heißt es von SPD und CDU gleichlautend.

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Quelle: PR.

LANDKREIS. Es gelte eine Entscheidung des Schulausschusses, nach dem man im Schuljahr 2019/20 den Bedarf erheben und dann über die Zahlen diskutieren will. Das sei nach wie vor die angemessene Vorgehensweise, lassen die großen Fraktionen verlauten. Die Gruppe WIR/Linke fordert, wie berichtet, die zweite IGS-Oberstufe unter Verweis auf die Schülerzahl an der bisher einzigen IGS-Oberstufe in Stadthagen. Diese „platzt aus allen Nähten“, sagte Gruppensprecher Richard Wilmers. Die Klassen seien „übervoll, was pädagogisch nicht sinnvoll ist“.

Er könne die Lage an der IGS in Stadthagen nicht beurteilen, bekundet SPD-Fraktionschef Eckhard Ilsemann: „Ich kenne dazu keine Äußerungen der Schulleitung oder des Schulamtes.“ Die SPD sehe den Bedarf aber nicht so wie WIR/Linke. „Der Antrag scheint mir vielmehr ein bisschen von anderen Faktoren getrieben zu sein, dass sich da nämlich jemand in Position bringen will“, bemerkte Ilsemann mit Blick auf den früheren IGS-Leiter Wilmers. Die SPD sei im Sinne der Schulausschuss-Entscheidung dafür, die Zeit bis 2019/20 abzuwarten und die Lage bis dahin zu beobachten. Für eine zweite IGS „müsste es dann schon eine sehr dramatische Zahlenveränderung geben, die ich im Moment nicht sehe“, fügt der SPD-Sprecher hinzu.

Die Frage nach einer zweiten IGS-Oberstufe sei momentan „nicht aktuell“, bekundet CDU-Fraktionschef Gunter Feuerbach. Es gebe „überhaupt keinen Zeitdruck“. Feuerbach fügt hinzu: „Es sei denn für Herrn Wilmers, der am liebsten an jeder IGS eine Oberstufe hätte.“ An der IGS in Stadthagen könne die „Acht- bis Neunzügigkeit räumlich gehändelt werden“, so der CDU-Politiker.

Pädagogisch sieht Feuerbach kein Problem

Sollte es dauerhaft bei dieser Schülerzahl bleiben, sei es allerdings eine ernsthafte Option, die IGS-Oberstufe anstatt an zwei Standorten wir bisher ausschließlich in der auslaufenden Förderschule an der Schachtstraße unterzubringen. Pädagogisch sehe er kein Problem: In früheren Zeiten habe es an einzelnen hiesigen Gymnasien sogar eine Zwölfzügigkeit gegeben. Es sei richtig, die Lage bis zum Schuljahr 2019/20 zu beobachten und dann über die Frage einer eventuellen zweiten IGS-Oberstufe zu befinden.

Anders sieht das WGS-Fraktionssprecher Siegbert Held. „Wenn ich mir die Lage an der IGS-Oberstufe in Stadthagen angucke, brauchen wir eine zweite Oberstufe.“ Das sollte auch „so zügig wie möglich“ in Gang gebracht werden. Rodenberg wäre der richtige Standort. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir den Antrag untestützen“, fasst Held zusammen.

Grüne sind für zweite Oberstufe

Für die Grünen bekundet Fraktionschef Michael Dombrowski, grundsätzlich seien diese für eine zweite IGS-Oberstufe. Den von WIR/Linke vorgeschlagenen frühen Zeitpunkt der Einführung könnten die Grünen freilich nicht mittragen und müssten den Antrag daher jetzt ablehnen. „Erst müssen Vorfragen geklärt sein: Wie tragfähig sind langfristig die hohen Schülerzahlen und wann können die räumlichen Voraussetzungen in Rodenberg geschaffen werden?“

Die AfD-Fraktion sieht nach den Worten ihrer Sprecherin Margot Zedlitz „keinen Grund, den Antrag zu unterstützen“. Und weiter: „Wir sehen nicht, dass in Rodenberg ein entsprechender Bedarf nachgewiesen werden kann.“ Zedlitz legt Wert auf die Feststellung, dass die AfD den Bau der IGS Rinteln mitträgt. „Grundsätzlich bevorzugen wir eine Stärkung und Weiterentwicklung des dreigliedrigen Schulsystems.“ ssr

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