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Aus dem Landkreis Keine Überstunden für Schornsteinfeger
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Keine Überstunden für Schornsteinfeger
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20:28 12.01.2017
Freitag der 13. ist ein Datum , an dem einige lieberzu Hause bleiben. Quelle: dpa
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Landkreis

Geheiratet wird am Unglückstag zwar zum Beispiel weder in Stadthagen noch in Nienstädt. Das Fernbleiben von Vermählungswilligen führen die Verantwortlichen aber nicht auf das Datum zurück. In beiden Standesämtern ist man sich einig: Es liegt an der Jahreszeit. Im Januar werde grundsätzlich wenig geheiratet. Also keine Spur von Aberglaube.

Bewusst gewählt

Jörn Wille vom Standesamt in Nienstädt kann sich allerdings an ein Paar erinnern, das unbedingt an einem Freitag den 13. heiraten wollte. Sie hatten sich an diesem Tag kennengelernt und das Datum ganz bewusst ausgewählt. Als Unglückstag nimmt auch die KFZ-Zulassungsstelle in Stadthagen dieses spezielle Datum nicht wahr. Dort rechne man aus Erfahrung mit genauso vielen Zulassungen wie an anderen Tagen. Auch Schaumburger Autofahrer scheinen also kein Problem mit einem Fahrzeug zu haben, dass an einem Freitag den 13. zugelassen worden ist.

Auch die Schornsteinfeger des Kreises verzeichnen kein Beschäftigungsplus. Schließlich stimmt nach wie vor: „Wir werden als Glücksbringer wahrgenommen“, wie Ralf Sassmann, Schornsteinfegermeister und Bürgermeister von Rodenberg bestätigt.

Jeder wolle gern mal am Knöpfchen drehen und sich eine Portion Glück abholen. Die Freude über den Glücksboten sei an einem Freitag, den 13. aber nicht größer als an anderen Tagen.

Zum Ursprung des Aberglaubens, der viele Schaumburger scheinbar kalt lässt, gibt es diverse Erklärungsansätze, die teilweise ineinander übergehen. So war die 13 – in einigen Kulturen sogar eine Glückszahl – den Deutschen schon vor Hunderten von Jahren suspekt, Jesus wurde der Bibel zufolge an einem Freitag gekreuzigt. An einem Freitag, den 13. im Jahr 1927 brach zudem der deutsche Aktienindex um mehr als 30 Prozent ein. göt

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