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„Keine pausbäckige Kirchlichkeit“

Empfang der Landeskirche „Keine pausbäckige Kirchlichkeit“

Ganz im Zeichen des Reformations-Jubiläums hat der 7. Jahresempfang der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe gestanden. Dazu konnte Landesbischof Karl-Hinrich Manzke am Dienstag mehr als 800 geladene Gäste in der Bückeburger Stadtkirche begrüßen.

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Die Ehrung von ehrenamtlich tätigen Menschen aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen ist einer der traditionellen Programmpunkte des Jahresempfangs.

Quelle: RG

LANDKREIS. Der Empfang stehe zeichenhaft „für unser Bemühen, dass wir als Kirche mitten in der Gesellschaft sein wollen“, sagte Manzke in seiner Begrüßung. Darin wolle die Landeskirche immer noch besser werden. Gerade in heutiger Zeit sei es wichtig, „über die Grenzen von Interessen und Überzeugungen hinweg zusammenzuarbeiten“. Nicht zuletzt in diesem Zusammenhang „ist im Schaumburger Land Musik drin“, formulierte der Bischof.

Zum Reformations-Jubiläum überleitend, sagte Manzke, ein zentrales Thema dabei sei „die Suche nach der Kraft des christlichen Glaubens“. Es werde durch die Veranstaltungen zu 500 Jahren Reformation „keine pausbäckige Kirchlichkeit“ geboten, sondern „das Eintreten für die Verantwortlichkeiten des christlichen Glaubens“.

500 Jahre Reformation

Als Gastredner hielt der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, einen Vortrag zum Thema „Gott über alle Dinge... – 500 Jahre Reformation“. Viele der Lehren Martin Luthers seien auch heute hochaktuell. So seien etwa in der Flüchtlingsarbeit tätige Ehrenamtliche „ein lebendiger Kommentar zu Luthers Botschaft von der Freiheit eines Christenmenschen“. Diese erwachse aus der Gottesbeziehung und ermögliche das Eintreten für Hilfebedürftige und gegen Nationalismus.

Auch in heutiger Zeit spannend seien Aussagen Luthers zur Wirtschaftsethik, etwa dessen Kritik an spekulativen Termingeschäften, fuhr Bedford-Strohm fort. Eine Forderung Luthers sei, dass Wirtschaftssysteme so organisiert sein müssen, „dass die Schwachen nicht auf der Strecke bleiben“. „So viel Präsenz von Luther und Kirche wie im Jahr des Reformations-Jubiläums war wohl noch nie.“ Mit diesem Satz begann Ministerpräsident Stephan Weil seine Ansprache. Die Kirchen seien „die besten Partner, die sich das Land wünschen kann“.

Synodalpräsident würdigt Ehrenamt

Wie traditionell üblich wurden auf dem Jahresempfang Ehrenamtliche aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen geehrt – beispielsweise vom Technischen Hilfswerk, von Hospizvereinen und dem Renaissance-Verein Stadthagen. Synodalpräsident Klaus-Dieter Kiefer sagte dazu würdigend, ehrenamtliche Tätigkeit sei „ein Wärmestrom von dem wir alle leben“.

Musikalisch umrahmt wurde der Jahresempfang vom Chor Kreuz&Quer und dem Blechbläser-Ensemble der Stadthäger Ratsband. Im Anschluss an die zweistündige Veranstaltung gab es für die Gäste hinter der Stadtkirche die Gelegenheit zu Begegnung und Gesprächen – bei zwar kühlem, aber immerhin trockenem Wetter. ssr

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Jahresempfang der Landeskirche
Heinrich Bedford-Strohm.

Die bundesweite Resonanz auf die Veranstaltungen zum Reformations-Jubiläum „haben meine Erwartungen weit überstiegen“. Das hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, in einem Pressegespräch am Rande des Jahresempfangs der schaumburg-lippischen Landeskirche in Bückeburg bekundet.

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