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Keine schnelle zweite IGS-Oberstufe

Kreistag Keine schnelle zweite IGS-Oberstufe

Eine zweite IGS-Oberstufe im Landkreis wird es nicht schon zum Schuljahr 2018/19 geben. Ein entsprechender Antrag der Gruppe WIR/Die Linke im Kreistag ist vom Kreisausschuss mit überwältigender Mehrheit abgelehnt worden. SPD und CDU wollen keinen vorschnellen Entschluss treffen.

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LANDKREIS. Den aktuellen Beschluss des nicht-öffentlich tagenden Gremiums trug Kreisschuldezernentin Katharina Augath in der jüngsten Sitzung des Kreistags vor. Demnach hält der Landkreis an einem Beschluss des Kreisausschusses aus dem Jahre 2013 fest. Demnach soll über die Einrichtung einer zweiten IGS-Oberstufe erst nach Auswertung der im Herbst 2018 vorliegenden Schülerzahlen erneut beraten werden. Im Sommer 2018 wird nämlich der erste Jahrgang der drei neuen IGSen im Landkreis das Abitur durchlaufen haben. „Erst dann wissen wir verlässlich darüber Bescheid, wie die Zahlen der Übergänge der Schüler von den Klassen zehn bis 13 aussehen“, erläuterte Augath.

WIR/Linken-Gruppensprecher Richard Wilmers begründete den Antrag erneut mit dem Argument, die bisher einzige IGS-Oberstufe in Stadthagen platze aus allen Nähten. Keine andere gymnasiale Oberstufe im Landkreis sei so groß. Hier müsse „schnell wieder eine überschaubare Größe hergestellt werden“. Außerdem würden sich die Betroffenen in Rodenberg stark für eine dortige IGS-Oberstufe einsetzen, so Wilmers.

Verlässliche Zahlen

Cerstin Bayer (SPD) merkte an, ihre Partei wolle „im Grundsatz eine zweite IGS-Oberstufe, in letzter Konsequenz sogar Oberstufen an allen IGSen“. Eine zweite Oberstufe aber schon zum kommenden Schuljahr einzuführen, „wäre eine vorschnelle Entscheidung“, argumentierte Bayer. Denn eine dafür ausreichende Schülerzahl an einer der neuen IGSen sei derzeit nicht gegeben. „Wir brauchen für eine Entscheidung die verlässlichen Zahlen über die Schülerbewegungen, die erst im Herbst 2018 vorliegen werden“, schloss Bayer.

Auch Heiko Tadge (CDU) sprach sich gegen eine rasche Einführung aus. „Der Bedarf kann erst zweifelsfrei erwiesen werden, wenn der erste Abiturjahrgang der neuen IGSen durch ist, also im Herbst 2018.“ Dem schloss sich Michael Dombrowski (Grüne) an. Die Entwicklung der Schülerzahlen sei „sehr schwer vorhersehbar“. Erst 2018 werde man „belastbares Zahlenmaterial haben“. Heinrich Sasse (WGS) schloss sich dieser Sichtweise an.

Wilmers merkte am Schluss der Debatte an, seine Gruppe hätte sich die Einführung einer zweiten IGS-Oberstufe schneller gewünscht. „Ich hoffe nur, dass sich die Auseinandersetzungen darum nicht als eine unendliche Geschichte erweisen werden.“ ssr

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