Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Kinder lassen die „Klingen“ schwingen

Landkreis / Neues pädagogisches Angebot Kinder lassen die „Klingen“ schwingen

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt bei den „Sternrittern“, die seit Neuestem in der Alten Schule in Reinsdorf die Laserschwerter und magischen Säbel schwingen. Ob Elfe, „Star Wars“-Held oder Robin Hood: Das Programm verbindet kindliche Vorstellungskraft mit Körperkoordination, Bewegungstraining, Benimmregeln – und ein bisschen Englischunterricht.

Voriger Artikel
Damit es wirklich unvergesslich wird
Nächster Artikel
Bordcomputer für Busse geplant
Quelle: jcp

Reinsdorf (jcp). Jonathan (8) möchte „Meister Joda“ sein, Hanno (8) hat sich für „Luke Skywalker“ entschieden. Gemeinsam mit den anderen Kindern in der Gruppe ahmen sie die Bewegungen nach, die Trainer Colin Richards ihnen zeigt. „Drehung und schlagen“, „Springen und schlagen“: Erst sausen die „Klingen“ durch die Luft, dann auf das Schlagkissen in der Hand von Richards.
„Wow, sehr kräftig!“, lobt der Trainer den Streich eines seiner Schüler, bevor der ins Gesicht gegangene Hieb eines anderen den knieenden Kampflehrer zu Boden streckt. „Ja, darum trainieren wir mit Übungsschwertern“, stellt Richards fest.
Außer ihm stecken hinter den „Sternrittern“ Richards Frau Sandra als Organisatorin, Stefan Jorrens (ebenfalls Trainer) und Theaterpädagogin Barbara Rulinski. Gemeinsam entwickeln sie mit den Kindern eine Choreographie, die auch etwa alle anderthalb Jahre zur Aufführung vor Eltern und Freunden kommen soll.
Außer dem sportlichen Teil vermittele das Training spielerisch Respekt für andere und allgemeine Umgangsformen. Wenn Richards die Übungsgeräte aus Schaumstoff und Plastik an jeden Schüler einzeln ausgibt, heißt es: „Was sagt man?“ Genau: „Danke.“
„Wir wollen eine Alternative zu Fußball und gängigen Musik- oder Tanzangeboten bieten“, erklärt Richards. Zu Werten, wie sie ungefähr so auch in Kampfkünsten und -sportarten wie etwa Judo vermittelt würden, käme bei den „Sternrittern“ noch die Fantasie hinzu. Die Kinder werfen Masken und Verkleidungen über, denken sich zu Musik in ihre ganz eigenen Welten.
Und so ganz nebenbei will Engländer Richards den „Kids“ auch noch den Einstieg in seine Muttersprache erleichtern. „Step and hit“ heißt „Schritt und schlagen“, „one, two, three“ werden die Kommandos angezählt. Bei der „Waffenausgabe“ überrascht ihn eines der Kinder mit bereits Gelerntem: „Thank you.“

  • „Sternritter“, Standardtarif 26 Euro/Monat für einmal die Woche 45 Minuten Training, immer donnerstags, 16.30 Uhr bis 17.15 Uhr oder 17.30 bis 18.15 Uhr (Einteilung nach Alter). Kontakt: (0 51 53) 80 32 53

„Jedi-Schule“ den Kursus nicht nennen du darfst

Meister Joda – das ist der Kleine mit den großen grünen Ohren aus der „Star Wars“-Saga – ist bekannt für seine eigenwillige Grammatik. Eigen zeigte sich auch Rechteinhaber Lucasfilm. Ursprünglich wollte das Team um Richards den Kursus „Jedi-Schule“ nennen, nach den „Jedi-Rittern“ aus dem derzeit sechs Filme umfassenden Weltraum-Märchen. Richards schrieb Lucasfilm an, um rechtlich auf Nummer sicher zu gehen. Die Absage kam prompt und, so der Engländer, sehr „blunt“, also schroff formuliert. Seit Oktober 2012 gehört Lucasfilm dem Disney-Konzern. „Die sind noch schlimmer“, glaubt Richards. Kurzerhand wurde jeder direkte „Star Wars“-Bezug aus dem Projekt getilgt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg