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Kinderpornos: Mildere Strafe für Polizisten?

Revision Kinderpornos: Mildere Strafe für Polizisten?

Der Fall des bereits verurteilten Schaumburger Bundespolizisten wird wegen eines Formfehlers neu aufgerollt. Das Oberlandesgericht (OLG) Celle hat Anfang Januar den Schuldspruch wegen des unerlaubten Besitzes von Waffen und Munition aufgehoben und an das Amtsgericht Hannover zurückverwiesen.

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Symbolbild

Quelle: Archiv

Landkreis/Hannover. Dadurch könnte sich die Strafe für den derzeit vom Dienst suspendierten Beamten sogar verringern.

Der Familienvater war im Juli zu einer Bewährungsstrafe und Sozialstunden verurteilt worden, weil er kinderpornografisches Material sowie eine Pumpgun und entsprechende Munition besaß (wir berichteten). Schlagzeilen machte der Schaumburger jedoch, weil er während seiner Dienstzeit in der Wache am Hauptbahnhof Flüchtlinge gequält und misshandelt haben soll. Das Ermittlungsverfahren hatte die Staatsanwaltschaft Hannover jedoch aus Mangel an Beweisen wieder eingestellt.

Urteil wegen Besitz von Kinderpornografie rechtskräftig

Das Urteil wegen des Besitzes von Kinderpornografie ist rechtskräftig, doch das OLG war mit der Begründung des Amtsgerichts wegen des Waffenbesitzes nicht zufrieden. Denn das wertete den Besitz der Pumpgun und der Munition als zwei einzelne Tatbestände.

Es sei jedoch auch denkbar, beide Waffen als ein Vergehen zu werten – was sich zugunsten des Verurteilten auswirken könnte. „Es ist eine juristische Nuance, doch das könnte dazu führen, dass die Gesamtstrafe geringer ausfällt“, sagte eine Sprecherin des Oberlandesgerichtes. Das Gesamturteil lautete im Sommer zehn Monate auf Bewährung und 100 Sozialstunden. Dagegen ging der Schaumburger Bundespolizist in Revision.  isc

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„Ich bin froh, wenn endlich Ruhe einkehrt“, sagte der Bundespolizist aus Schaumburg am Dienstag im Amtsgericht Hannover, bevor die Richterin das Urteil sprach. Das öffentliche Interesse an der Verhandlung war groß: Fotografen, Journalisten und ein Kamerateam folgten der 45-minütigen Verhandlung.

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