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Kirchenkreis schrumpft – Finanzen solide

Steuereinzug bei Kapitalerträgen erhöht Austrittszahl Kirchenkreis schrumpft – Finanzen solide

Jährlich schrumpft die Mitgliederzahl im evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg um etwa 500, seit 2004 von 53 500 auf 46 312 im Oktober 2014.

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Superintendent Andreas Kühne-Glaser.

Quelle: pr.

Landkreis/Hessisch Oldendorf.(dil). „Der geplante automatische Einbehalt von Kirchensteuer auf Kapitalerträge ab 2015 ließ den Jahresdurchschnitt schon in diesem Jahr um 50 ansteigen“, teilt Superintendent Andreas Kühne-Glaser mit. „Manche glauben, das sei eine neue Kirchensteuer, ist es aber nicht.“
Insgesamt erlebt der Kirchenkreis dank boomender Wirtschaft und hoher Steuerzahlungen eine Phase wirtschaftlicher Stabilität. Die 25. Landessynode der Landeskirche Hannover hat Ende November beschlossen, dass im Planungszeitraum bis 2020 voraussichtlich keine Einsparungen vorgenommen werden. Also bleibt es demnach bei den vorhandenen Pfarrstellen.

Kirchenmusik: In der Kirchenmusik sollen sogar zwei halbe, auf fünf Jahre befristete Stellen hinzukommen (bei entsprechender Eignung auch eine Vollstelle mit Dienstsitz jeweils in Hessisch Oldendorf). Für diese Stellen ist eine finanzielle Förderung (50 Prozent) durch die Landeskirche zugesichert. Eine kirchenmusikalisch ausgebildete Nachwuchskraft (B-Stelle) soll in Hessisch Oldendorf und Bad Nenndorf den Orgelnachwuchs fördern. Die Mittel dazu: 1. Neue Konzepte zur Gewinnung von Orgelnachwuchs; 2. Orgelunterricht für Kinder, Jugendliche und Erwachsene (D- und C-Ausbildung); 3. Optional eigene Projekte nach Neigung, zum Beispiel Orgel- und Chorprojekte sowie Konzerte.
Die zweite halbe B-Stelle soll sich der Förderung der kirchlichen Popularmusik widmen. Die Mittel dazu: 1. Betreuung und Vernetzung der bestehenden Bands und Gospelchöre im Kirchenkreis; 2. Angebote zu Coaching und Workshops; 3. Schulungsangebote für die D-Ausbildung in Pop-Musik; 4. Initiativen zu Neugründungen von Bands, gegebenenfalls in Kooperation mit dem Kreisjugendmusikdienst (Konfirmandenarbeit); 5. Optional eigene Projekte nach Eignung, zum Beispiel Chorprojekte und Konzerte.
„Gute Musik ist Verkündigung und deshalb so wichtig wie das Wort Gottes“, stellt Kühne-Glaser fest. „Damit erreichen wir zusätzliche Menschen über unsere Gemeindemitglieder hinaus.“

Pfarrstellen: Pastorin Dayana Hawkins tritt die Nachfolge von Pastor Klaus Haarmann in Großenwieden an (halbe Pfarrstelle), hatte bereits eine halbe Pfarrstelle in Weibeck-Krückeberg. Der Einführungsgottesdienst ist für den 15. Februar in Großenwieden geplant. In St. Nikolai Rinteln hat im Herbst Sabine Schiermeyer (zuvor Banteln) die Nachfolge von Astrid Bunselmeyer angetreten. In der Martins-Gemeinde Hohnhorst hat Diakon Tjedo Becker eine von einer halben auf eine volle Stelle aufgestockte Position übernommen. Zusätzlich wird der Kirchenkreis künftig stärker auf Pastoren im Ruhestand zurückgreifen, was sich zuletzt mit einer Vakanzvertretung durch Helmut Syska (früher Pastor in Krankenhagen) in Rinteln bewährt hat.

Kindertagesstätten: Der zu Jahresbeginn gegründete Verbund der sechs Kitas in Trägerschaft des Kirchenkreises hat mit Ilka Lemke eine pädagogische Leitung und Fachberatung (25 Wochenstunden) gefunden, Vorstandsvorsitzender ist Pastor Dirk Gniesmer (Johannis-Kirchengemeinde Rinteln). Hier wird eng mit dem ähnlich aufgestellten Nachbarkirchenkreis Neustadt-Wunstorf zusammengearbeitet.

Haus der Diakonie: Berufspraktikantin Bianca Ziesler unterstützt dort seit Oktober Martin Barwich, ebenso der neue ehrenamtliche Mitarbeiter Jürgen Pollex, tätig im Bereich der Beratung für Senioren.

Lebensberatung: Im September stand die Fusion mit der Lebensberatung im Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf unter gemeinsamer Leitung von Christine Koch-Brinkmann an. Es gibt feste Beratungszeiten in Neustadt, Wunstorf, Rinteln und Bad Nenndorf.

Lektoren- und Prädikantenarbeit: Irmtraud Brendel (Lektorin und Vorsitzende des Kirchenvorstands in St. Nikolai) ist neue Leiterin der Lektoren und Prädikanten (zuvor Heidrun Kuhlmann), die von Superintendent Kühne-Glaser (vorher Pastor Klaus Haarmann) betreut werden. Sechs Austausch- und Fortbildungstreffen im Jahr sind vorgesehen. In der zweiten Jahreshälfte 2015 wird Kühne-Glaser einen ersten Ausbildungskurs für neue Lektoren anbieten.

Notfallseelsorge: Pastor Dieter Meimbresse (Lauenau, Hülsede und Messenkamp) hat das Amt an Pastorin Antje Wachtmann (Hattendorf) übergangsweise abgegeben, die noch in ihrer Probezeit ist. 2015 wird über die langfristige Nachfolge Meimbresses entschieden.

Senioren- und Pflegezentrum „Lebensbaum“ Hessisch Oldendorf (vormals Eberhard Poppelbaum): Die bauliche Erweiterung und Modernisierung wurde am 15. Oktober eröffnet, Karin Raestrup ist neue Hausleiterin. Im Vorstand des Trägervereins hat Pastor Michael Hänsel (Hessisch Oldendorf) den Sitz von Pastorin Hawkins (Weibeck-Krückeberg und Großenwieden) übernommen.

Neubau: Die BDH-Klinik Hessisch Oldendorf errichtet im Zuge ihrer Um- und Ausbaumaßnahmen eine Kapelle für Patienten und Angehörige, finanziert aus Spenden. „Anderswo schließen Gotteshäuser, hier kommt eines hinzu“, freut sich Kühne-Glaser. Landesbischof Ralf Meister will am 12. Februar mit seinem Kommen um 15 Uhr unter anderem um weitere Spenden für dieses Projekt werben.

Termine für 2015: Der Pfingstempfang für Kirchenvorstände und Kirchenkreistagsmitglieder ist am Donnerstag, 28. Mai, der Ort noch offen. Die Kirchengemeinde St. Jacobi Rodenberg feiert 975 Jahre Bestehen, St. Nikolai 777 Jahre.

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