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Kleiderkammern verkünden Aufnahmestopp

Flüchtlingshilfe Kleiderkammern verkünden Aufnahmestopp

Bislang ist noch nicht absehbar, wann mit der Registrierung der ersten Flüchtlinge in der Jägerkaserne in Bückeburg begonnen werden kann. Stündlich haken Erster Kreisrat Klaus Heimann und DRK-Chef Bernd Koller im Bundesamt für Migration nach, bekommen nach eigenen Angaben allerdings keine Auskunft, wann es losgeht.

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Simone Fricke, Helferin im DRK-Kleiderladen in Stadthagen, hat in diesen Tagen viel zu tun.

Quelle: rg

Landkreis/Bückeburg. Derweil ist die Spendenbereitschaft der Schaumburger in den vergangenen Stunden derart groß gewesen, dass das Deutsche Rote Kreuz (DRK) alle Sammelstellen wegen Überfüllung schließen musste. Zeitweise halfen Bewohner des Bruchhofes in den Kleiderkammern bei der Sortierung und Verteilung der Textilien. „Was die Bürger geleistet haben, ist einfach genial“, lobt Koller im Gespräch mit den SN.

Doch es gab auch Trubel: Etliche Spender hätten kistenweise Hilfsgüter einfach vor der Kaserne abgestellt und seien dann gefahren, ohne sich zu kümmern. Die Soldaten am Eingang waren zeitweise überfordert mit den Mengen, der Kasernenbetrieb wurde gestört.

Trotz aller Hilfen bereite ihm die Verzögerung der Registrierung Kopfschmerzen. Logische Konsequenz aus dem Wartezustand: Das DRK muss die Betreuung der 242 Menschen in der Kaserne und den Wohnungen an der Königsberger Straße weiterhin auf unbestimmte Zeit umfassend aufrechterhalten – und das mit ehrenamtlichen Helfern. Aus diesem Grund sucht das DRK in Schaumburg dringend Unterstützung aus der Bevölkerung.

Während Hunderte Schaumburger fleißig für die Flüchtlinge gespendet haben, wurden nach Angaben Kollers auch negative Stimmen laut. Wie ihm Kleiderkammer-Mitarbeiter berichtet hätten, äußerten einige bedürftige Schaumburger Kritik an der Hilfe für die Flüchtlinge. Manche hätten sich offen beschwert, dass sie für Kleidung einen Obolus zahlen müssten, während die Flüchtlinge gratis Textilien und alles Weitere bekämen.

„Die Menschen, die jetzt zu uns gekommen sind, hatten nichts außer der Kleidung am Leib bei sich“, erläutert Koller und betont: „Die Flüchtlinge bekommen lediglich eine Erstausstattung. Mehr geht auch gar nicht, weil sie ja nicht dauerhaft bleiben.“ Die 2400 bedürftigen Schaumburger, die Kunden der Kleiderkammer seien, würden genauso weiter bedient wie bisher. „Solche Äußerungen finde ich unmöglich“, ärgert sich der DRK-Chef. vin

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