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Aus dem Landkreis Klinikum Schaumburg wird 2019 zum Lehrkrankenhaus
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Klinikum Schaumburg wird 2019 zum Lehrkrankenhaus
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11:28 14.11.2018
Werben für Schaumburg (von links): Dr. Günther Bauermeister, Dr. Hubertus Finsterwalder, Dr. Stephan Held und Holger Finkemeier. Quelle: pr.
Vehlen

Künftig können Medizinstudenten der Wilhelms-Universität in Münster ihr letztes Ausbildungsjahr – das sogenannte „Praktische Jahr“ (PJ) – im Schaumburger Klinikum absolvieren. Und die Erfahrung zeigt: Nach einem erfolgreichen PJ sind viele Medizinstudenten eher geneigt, sich an der gleichen Klinik als Arzt anstellen zu lassen.

Bis zuletzt hatte das neue Schaumburger Klinikum Probleme, junge Assistenz- und Fachärzte anzuwerben. Der Schritt hin zum Lehrkrankenhaus könnte nun den entscheidenden Unterschied machen. Laut Nina Bernard, Pressesprecherin des Agaplesion-Klinikums, können künftig bis zu sechs Studenten ihr praktisches Jahr in Obernkirchen ableisten. Dabei steht das Krankenhaus auch Studierenden anderer Universitäten oder aus dem Ausland offen.

Von einem „guten Signal für Schaumburg“ spricht auch Landrat Jörg Farr auf Anfrage dieser Zeitung. „Es war von Anfang an die Intention, akademisches Lehrkrankenhaus zu werden.“ Und: „Ich, aber auch die Politik des Landkreises haben damit die Zielsetzung verfolgt, junge Medizinerinnen und Mediziner gegen Ende ihres Studiums zum praktischen Jahr in den Landkreis Schaumburg zu holen.“

„Gutes und wichtiges Signal“

Ab 2019 werden die Studierenden ihr PJ am Klinikum Schaumburg ableisten. Auch Studierenden anderer Universitäten und aus dem Ausland steht das Klinikum ab diesem Zeitpunkt offen. Chefarzt und PJ-Beauftragter Dr. Stephan Held sagt dazu: „Wir haben der Wilhelms-Universität Münster offensichtlich ein überzeugendes Ausbildungskonzept vorgelegt. Uns ist es wichtig, unser Wissen an junge Studierende weitergeben zu können, damit wir auch in der Zukunft eine gute medizinische Versorgung vorhalten können.

Geschäftsführerin Diana Fortmann fügt hinzu: „In Zeiten des Ärztemangels ist die Ernennung unseres Klinikums zum Akademischen Lehrkrankenhaus ein gutes und wichtiges Signal für die Gesundheitsversorgung des gesamten Landkreises.“

Das Praktische Jahr gliedert sich in drei Ausbildungsabschnitte, sogenannte Tertiale, zu je vier Monaten. Sie müssen in den Bereichen Innere Medizin und Chirurgie abgeleistet werden. In der Wahl der dritten Fachrichtung ist der Student frei, das heißt, er kann sie nach seinen Neigungen oder Interessen auswählen. jak