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„Knochentrocken“: Jeder Funke ist einer zu viel

Landkreis / Waldbrandgefahr „Knochentrocken“: Jeder Funke ist einer zu viel

Meist ist es nur ein kleiner Funke – und schon stehen Wälder, Moore und Heiden in Flammen. Wegen der anhaltenden Dürre herrscht in Deutschland bereits seit Wochen Waldbrand-Alarm.

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Landkreis (kil, par). In weiten Teilen der Republik kämpfen Feuerwehrleute gegen die Flammen. In Niedersachsen ist insbesondere der nordöstliche Teil des Bundeslandes stark betroffen. Im Landkreis Schaumburg ist das Risiko je nach Waldart unterschiedlich einzuschätzen. Vor Unachtsamkeit der Bürger, die einen Brand auslösen könnten, wird dennoch gewarnt.

„Die Lage ist kritisch – sehr kritisch. Wenn jemand seine Zigarette im Wald wegwirft, dann kann alles passieren. Es ist knochentrocken, da reicht der kleinste Funke“, erklärte Wilfried Langemeier, Ortsbrandmeister von Wendthagen-Ehlen, besorgt. Er appellierte an alle Bürger, dass niemand Glas rumliegen lassen und auf keinen Fall eine Zigarette wegwerfen dürfe.

„Da muss jeder jetzt Verantwortung zeigen“, so seine eindringliche Aufforderung. Der kurze Regenschauer von Mittwochmorgen kann seiner Meinung nach keine Entwarnung der Lage geben. „Im gesamten Kreis werden die Kollegen ähnlich bangen wie wir“, sagte Langemeier.

Auch Rüdiger Fitzner, Leiter der Kreisrevierförsterei Pollhagen/Hagenburg, machte den Ernst der Lage deutlich. „Der Boden ist knochentrocken“, sagte er. Seit Anfang März habe es nicht mehr ausreichend geregnet. Die Kombination aus Trockenheit und starkem Wind, wie er in den vergangenen Tagen oft zu spüren war, sei besonders tückisch, meinte der Förster. Ein Kiefernbusch brenne da „wie Zunder“.

Die Waldbrandgefahr sei von Gebiet zu Gebiet unterschiedlich, denn Wald sei nicht gleich Wald. Im Bereich Pollhagen sei das Risiko vergleichsweise niedrig, denn dort gebe es überwiegend Laubbäume, die aufgrund ihrer Begrünung nicht so schnell Feuer fingen wie Nadelbäume. Dennoch betonte er, dass ein Waldbrand „nicht auszuschließen“ sei.

Kiefernwälder gebe es hingegen im Bereich Wunstorf/ Steinhude. Auch auf dem Bückeberg sei ein großes Kiefernvorkommen vorhanden. Der letzte Waldbrand in Schaumburg, an den sich Fitzner erinnern kann, liegt weit zurück. In den Siebzigern habe es einmal in Richtung Wiedensahl einen größeren Brand gegeben, so der Förster. Eine offizielle Feuerüberwachung existiere im Schaumburger Wald nicht.

Die Brandgefahr sei allerdings nicht der einzige Nachteil der Trockenheit. „Auch die Pflanzkulturen lassen schon ihre Köpfe hängen“, sagte der Förster.

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