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Konzept muss bis zum 1. Juli stehen

Förderprogramm Konzept muss bis zum 1. Juli stehen

So sperrig wie der Name „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ klingt, so groß sind seine Ziele: den Energieverbrauch bis zum Jahr 2050 um 50 Prozent und die Treibhaus-Emissionen um 95 Prozent zu reduzieren.

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Bei der Erarbeitung des Konzepts für die drei Kommunen im „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ wird auch den Aspekt Solarenergie unter die Lupe genommen.

Quelle: dpa

Landkreis. Mitte des Jahres ist der Landkreis Schaumburg zusammen mit den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden in das Förderprogramm aufgenommen worden. Jüngst hat der Beirat erstmals nicht-öffentlich getagt.

Die Koordination übernimmt Jan Krebs von der Klimaschutzagentur Weserbergland. In seiner Verantwortung lag die Gründung des Beirats, der neben Generationen-Tandems die Ausarbeitung des Konzepts begleiten soll. Dem Gremium gehören neben den drei Landräten Vertreter aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bildung an, wie Krebs erläutert. „40 Mitglieder sind es aktuell, das ist noch ein arbeitsfähiger Rahmen“, so Krebs. Das erste Treffen hat stattgefunden, das nächste ist für April geplant.

"Weg vom technischen Teil"

Die Mitglieder des Beirats seien gebeten worden, aus ihren Reihen Abgesandte für die Tandems zu schicken, dies sei Teil des öffentlichen Beteiligungsverfahrens. „Dort sollen Visionen entwickelt werden, also weg vom technischen Teil.“ Bei der Ernennung dieser habe man Erfahrung reiferer Bürger im Alter ab 60 Jahren kombinieren wollen mit jungen Leuten zwischen 15 und 25 Jahren, die die Umsetzung der Ziele noch erleben werden, erklärt Kreisbaudezernent Fritz Klebe.

Im nächsten Schritt sollen die Teams ihr eigenes Bild einer lebenswerten Zukunft im Weserbergland mit und für die Energiewende entwickeln. „Die generationsübergreifenden Zweierteams widmen sich gemeinsam der Frage, wie wir im Weserbergland leben wollen und was wir für eine nachhaltige Entwicklung tun können“, so Krebs und erklärt weiter: „Diese Zukunftsvisionen sollen in unser Konzept, an dem wir bis Mitte nächsten Jahres arbeiten, einfließen.“ Das Förderprogramm schreibt vor, dass das Konzept innerhalb eines Jahres abgesegnet sein muss, die Kreistage es also bis zum 1. Juli abgenickt haben müssen.

Krebs betont, wie wichtig es sei, dass die Akteure hinter dem Plan stehen, schließlich solle es möglichst Geld in die Region holen. Das Konzept schließe jedoch keine landkreisspezifischen Schwerpunkte aus. „Wir wollen ja voneinander lernen, was macht der eine Landkreis gut, was können wir annehmen?“

Bei Solar wird Potenzial gesehen

Auch Klebe betont, dass es für Schaumburg eigene Schwerpunkte geben wird, weil jede Region ihre Eigenarten habe. Denn Windkraft beispielsweise sei im Landkreis aufgrund der dichten Besiedlung schwierig umzusetzen, ähnlich sehe es bei Biogas aus. Bei den regenerativen Energien werde bei Solar Potenzial gesehen. „Mobilität sehen wir mehr im Fokus“, so Klebe. So sei etwa die Einrichtung von Solartankstellen denkbar. Dem Zeitplan entsprechend, soll bis Anfang des Jahres ein Konzept erstellt werden, das die Kreisgremien nach öffentlichen Beratungen bis zum Sommer beschließen sollen.

Über die nächsten drei Jahre soll dann versucht werden, so viele Ideen wie möglich anzustoßen. Im Anschluss soll eine Evaluierung folgen. Klebe ist der Meinung, dass es eine Organisation geben muss, die sich des Themas Energiewende dauerhaft annimmt. „Ob das in einer eigenen Klimaschutzagentur mündet oder in einer Zusammenarbeit mit der Agentur Weserbergland, sei mal dahingestellt.“ Schließlich müsse dann geprüft werden, wie groß die Überschneidungen der Landkreise seien.

„Wir müssen dann natürlich auch sehen, wie viel Personaleinsatz nötig ist, schließlich dürfen wir die finanziellen Mittel nicht aus dem Auge verlieren.“ Die Organisation vor Ort gestalte sich schwieriger, weil Schaumburg anders als etwa Hameln an keinem Energieversorger beteiligt ist, „wir das also komplett alleine organisieren müssen.“

Wie die Arbeit in anderen Kommunen und Gemeinden läuft, erfährt Krebs diese Woche beim Masterplan-Kommunen-Treffen in Mainz.  col

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