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Aus dem Landkreis Kreis will keine Markthalle betreiben
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Kreis will keine Markthalle betreiben
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00:17 30.09.2016
Quelle: pr.
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Landkreis

Statt einer großen nach hannoverschem Vorbild könnte es auch mehrere kleine Einrichtungen geben, die Kreisverwaltung selbst will nicht als Betreiber auftreten. Das ist das Ergebnis der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kreisentwicklung. Einstimmig einigten sich dessen Mitglider darauf, die Fördermöglichkeiten für ein solches Unterfangen zur weiteren Abstimmung an die Gemeinden zu kommunizieren. Die vorangegangene Debatte hatte auf einem Antrag der CDU gefußt.

Fördergeld aus dem LEADER-Programm

Die Gefahr, dass ein Investor ohne Rücksicht auf lokale Angebote den Betrieb übernimmt, sieht Kreissprecher Klaus Heimann nicht. Grund: Das Fördergeld soll aus dem LEADER-Programm der EU stammen, ein lokales Gremium bestehend unter anderem auch aus Kreishandwerkerschaft, Landwirtschafts- sowie Industrie und Handelskammer, hat bei der Förderungswürdigkeit ein Wort mitzureden (Seite 7).

Ohne es direkt auszusprechen, deutet Heimann an, die lokalen Vertretungen dieser Institutionen hätten kein Interesse daran, ungesunde Konkurrenz in den Landkreis zu holen. Es solle ein ergänzendes, kein Gegenangebot zu meist gut besuchten heimischen Wochenmärkten entstehen. „Das wäre schade und kontraproduktiv“, sagt der Kreissprecher.

Als Investor und Betreiber werde die Kreisverwaltung aber nicht auftreten. Heimann zufolge will man den Vortritt einem Bewerber mit Branchenerfahrung überlassen. Die Vorlage für die Politik spricht hier von der sogenannten Schlüsselherausforderung.

„Zur Verbesserung der Vermarktungschancen regionaler Produkte sind die individuellen Aktivitäten der heimischen landwirtschaftlichen Direktvermarktungsbetriebe zu bündeln“, hatte es erklärend im CDU-Antrag geheißen. Auch diese schriftliche Forderung bedenkt bereits Gefahr, eine Markthalle könne in Konkurrenz zu den Schaumburger Wochenmärkten und Hofläden treten.

Markthallen sind zumeist ein Großstadtphänomen, in Niedersachsen sind kleine Markthallen zum Beispiel in Northeim und in Bissendorf gescheitert. Eine Mini-Markthalle mit Gemüsegeschäft und Fleischer gibt es bereits jetzt in Rinteln. Im Juni wurden Pläne zur Einrichtung einer Markthalle in Rodenberg bekannt. Derweil überlegt auch die Stadthäger Wirtschaftsförderung, ein vergleichbares Geschäft einzurichten und damit die immer gravierendere Leerstandsproblematik in der Innenstadt zu bekämpfen. jcp

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