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Kreis will weiter Auen renaturieren

Landkreis / Umweltausschuss Kreis will weiter Auen renaturieren

Die Renaturierung von Flussauen im Schaumburger Land soll weiter vorangetrieben werden. Der Umweltausschuss des Kreistags hat während seiner Sitzung am Donnerstag empfohlen, dass die Kreisverwaltung in den kommenden Jahren innerhalb gewisser Rahmenbedingungen dafür kurzfristig Land aufkaufen kann. Es gab drei Enthaltungen seitens der CDU.

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Landkreis. Schon seit Jahren werden an den Unterläufen der Bückeburger, der Rodenberger und der Sachsenhäger Aue die Uferbereiche, teilweise auch deren benachbarte Flächen, renaturiert. Im Bereich der Bückeburger Aue zwischen Buchholz und Auetal befinden sich beispielsweise bereits 37 Hektar Land in Kreisbesitz. In der Bückeburger Niederung sind es sogar 140 Hektar.

Auf den erworbenen Flächen wird die Auenlandschaft so gut es geht in ihren früheren, natürlichen Zustand versetzt. Auf einem zehn bis 25 Meter breiten Randstreifen entwickeln sich auf ganz natürliche Weise Pflanzen, etwa Sträucher und Bäume. Im Wasser werden Kiesbetten und Totholz angelegt, etwa um Fischen Rückzugsmöglichkeiten zum Laichen zu schaffen. In rückwärtigen Lagen werden beispielsweise kleine Regenrückhaltebecken oder Baumschonungen angelegt, teilweise wird eine extensive landwirtschaftliche Bewirtschaftung eingerichtet.

Innerhalb klar definierter Areale sollen die vorhandenen renaturierten Flächen in den kommenden Jahren durch weitere ergänzt und möglichst miteinander verbunden werden. Die zu 90 Prozent inklusive Bodenerwerb vom Land geförderten Projekte müssen nach Auskunft der Kreisverwaltung „teilweise in sehr kurzer Zeit abgewickelt werden“. Daher sei es nötig, kurzfristig reagieren zu können, wenn Land zum Kauf angeboten wird. Dies wiederrum setzt voraus, dass der Kreistag vorab Ermächtigungen für diese Investitionen erteilt.

Cord Bothe (CDU) machte deutlich, dass er als praktizierender Landwirt die Renaturierung grundsätzlich befürworte, aber „vor einem zu großen Ausmaß“ warne. Denn der Landwirtschaft gehe seit Jahren reichlich Boden für eine intensive Bewirtschaftung verloren.

Cornelia Laasch (Grüne) hielt dem entgegen, es gebe in der Region genügend Flächen zur Herstellung von Lebensmitteln. Umweltdezernentin Ursula Müller-Krahtz ergänzte, den Landwirten werde durch die Renaturierung auch gedient, weil ein Teil der Maßnahmen für weniger Hochwasser auf Landwirtschaftsflächen sorge.

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