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Kreistag verabschiedet Klimaschutz-Masterplan

600.000 Euro Fördergeld Kreistag verabschiedet Klimaschutz-Masterplan

Mit großer Mehrheit hat der Kreistag einen Klimaschutz-Masterplan verabschiedet. Lediglich zwei der 55 Abgeordneten stimmten gegen das Papier, vier enthielten sich. Im 30 Seiten umfassenden Masterplan sind kurz- und langfristige Ziele und Umsetzungsschritte für den regionalen Klimaschutz enthalten.

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Quelle: dpa

LANDKREIS.  Wie berichtet, ist Schaumburg zusammen mit den Nachbarlandkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden eine von bundesweit 41 Masterplan-Regionen. Diese haben das Ziel, bis 2050 die Treibhausgas-Emissionen um 95 Prozent und den Endenergieverbrauch um 50 Prozent zu drosseln. „Wir wollen modellhaft zeigen, wie man die Energiewende umsetzen kann“, sagte der regionale Masterplan-Koordinator Jan Krebs vor den Abgeordneten.

600.000 Euro Fördergeld

 Für die drei Landkreise stehen in den kommenden drei Jahren insgesamt rund 600.000 Euro an Fördergeld des Bundes zur Verfügung. Dieses wird vorrangig in Kosten für Fachpersonal investiert, das für die Initiierung und Koordinierung von Aktivitäten verantwortlich ist. Für konkrete Projekte bei der Umsetzung des Masterplans ist die Beantragung von Fördergeld aus anderen Quellen denkbar.

 Im Masterplan sind 87 Maßnahmen zur Umsetzung aufgelistet. Diese reichen von Bildungsprojekten an Schulen über Kampagnen zur energetischen Gebäudesanierungen bis hin zur Förderungen von Solarenergie. In drei Jahren soll die Umsetzung des Masterplans grundlegend überprüft und das Konzept gegebenenfalls angepasst werden.

Leitstelle wird ausgeweitet

 Landrat Jörg Farr betonte, schon seit 2012 verfüge der Landkreis über eine Klimaschutz-Leitstelle. Durch den Masterplan könne diese Arbeit nun „verstetigt und ausgeweitet werden“. CDU-Fraktionsvorsitzender Gunter Feuerbach sagte, mit dem Masterplan werde „ganz entschieden ein richtiger Weg beschritten“. Das Befördern von erneuerbaren Energien sei „ein überfälliger Prozess“. Er würde sich wünschen, dass hiesige „Städte und Gemeinden sich daran noch intensiver beteiligen“, betonte Feuerbach.

 Für die SPD zeigte sich Fraktionssprecher Eckhard Ilsemann sicher, „dass das Fördergeld sehr sachgerecht verwendet wird“. Michael Dombrowski (Grüne) lobte, der Plan sei „eine gelungene Sache, die eine konstruktive Grundlage für die Umsetzung darstellt“. Es sei richtig, im Landkreis vor allem auf Solarenergie zu setzen.

Monster-Windräder

 Kritik kam von Heinrich Sasse (WGS). Er verwies auf „zwei Monster-Windräder, die in Hohenrode dicht an einem Naturschutzgebiet errichtet wurden“. Seiner Meinung könne der Masterplan „als moralisches Feigenblatt missbraucht werden, um solche irrsinnigen Entscheidungen zu treffen“. Daher lehne er den Masterplan ab. Die drei anderen WGS-Abgeordneten stimmten hingegen für den Plan. Ilsemann betonte, Windenergie sei „nur ein kleiner Teil des angestrebten breiten Energiemixes“. Margot Zedlitz (AfD) und Jens Wilharm (fraktionslos) betonten, der Einsatz erneuerbarer Energien erhöhe Kosten für Mieter und Hauseigentümer. Wilharm bezeichnete den Masterplan daher als „falsch“. Die AfD-Fraktion enthielt sich. Karsten Becker (SPD) hielt dem entgegen, dass die Entstehungskosten für erneuerbare Energien im Vergleich zu konventionellen Energien immer günstiger würden. Ilsemann ergänzte, als Folge von energetischen Sanierungen würden zwar Mieten steigen, dafür aber die Heizkosten deutlich sinken. ssr

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