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Aus dem Landkreis „Kreisweit 108 Ortsfeuerwehren unerlässlich“
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis „Kreisweit 108 Ortsfeuerwehren unerlässlich“
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00:15 02.01.2013
Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote. Quelle: jpw

Landkreis (ssr). Das Jahr 2012 sei für die hiesigen Feuerwehren sehr arbeitsintensiv gewesen, wirft Grote einen Blick zurück: „Viele Einsätze mussten von den Kameraden, sehr oft an der körperlichen und psychischen Belastungsgrenze bewältigt werden.“ Es habe sich erneut deutlich gezeigt, „dass gerade in der durch den demografischen Wandel geprägten Zeit ein flächendeckendes ehrenamtliches Feuerwehrsystem unverzichtbar ist“. Dieses scheine „vereinzelt ins Wanken zu geraten“. So sänken in den Einsatzabteilungen der Feuerwehren teilweise die Mitgliederzahlen. Sicher könne dieser Entwicklung „durch die hervorragende Arbeit in den Kinder- und Jugendfeuerwehren teilweise entgegengewirkt werden“, fügte Gote hinzu.

Die Zusammenarbeit der Feuerwehren werde unter dem Stichwort der so genannten Komponetenbildung künftig mehr Bedeutung gewinnen. Dabei müsse die moderne Technik allen aktiven Brandschützern zugänglich gemacht werden. Dieses habe aber „in keinster Weise etwas mit einer Zusammenlegung von Feuerwehren zu tun“, betonte der Kreisbrandmeister: „Nach wie vor halte ich den derzeitigen Bestand von 108 Ortsfeuerwehren in Schaumburg für unerlässlich.“

Der Landkreis und die Kommunen als Träger der Feuerwehren stünden mit der Einführung des Digitalfunkes im Jahr 2014 vor großen Herausforderungen. Eine Diskussion über die Notwendigkeit der neuen Technik erübrige sich, da dieses Projekt flächendeckend in ganz Deutschland eingeführt werde. Damit verbunden sei die Ersatzbeschaffung eines Einsatzleitwagens für die Kreisfeuerwehr, die für 2013/14 vorgesehen sei. Zufrieden zeige sich Grotew mit dem Verlauf der Zusammenarbeit der Landkreise Schaumburg und Nienburg bei der Rettungsleitstelle. Diese werde im ersten Quartal 2013 in Betrieb gehen.

Nach einer schwierigen Zeit innerhalb der Kreis-Jugendfeuerwehr, „die geprägt war von dem viel zu frühen Tod unseres Kreis-Jugendfeuerwehrwartes Frank Lohmann, sind wir sehr zufrieden mit dem enormen Engagement des neuen Führungsteams“, so Grote. Neben den geplanten Veranstaltungen stehe die Weiterentwicklung der kreisweit 92 Jugendfeuerwehren und 60 Kinderfeuerwehren an erster Stelle.