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Kriegsberichterstatterin zu Gast bei Volksbank

Ortsversammlung Kriegsberichterstatterin zu Gast bei Volksbank

Die Volksbank in Schaumburg hat ihren Mitgliedern während der Ortsversammlung im Rathaussaal einen bemerkenswerten Geschäftsverlauf präsentiert. „Im Moment passt alles, wir haben uns prächtig entwickelt und überdurchschnittliche Zuwächse verzeichnet“, legte Vorstand Joachim Schorling dar.

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Marktbereichsleiter Nils Vogt im Gespräch mit Referentin Antonia Rados.

Quelle: bus

Bückeburg. Die aktuelle Bilanzsumme des Geldhauses beträgt knapp 1,2 Milliarden Euro, was ein Wachstum in den zurückliegenden fünf Jahren von etwa 300 Millionen Euro abbildet. Beim Kundenwertvolumen weisen die Zahlen einen Anstieg von 1,8 im Jahr 2010 auf 2,5 Milliarden Euro 2014 aus. Der Blick auf das Eigenkapital und die Bewertung der genossenschaftlichen Finanzgruppe durch die Rating-Agenturen Standard & Poor’s und Fitch Ratings ließ Schorling schwärmen: „Damit gehören wird zur ertragsstärksten Bankengruppe in Deutschland.“
Der Erfolg basiere in erster Linie auf der konsequenten Ausrichtung des Finanzinstituts auf die Bedürfnisse der Kunden sowie auf der engagierten und hoch motivierten Mitarbeiterschaft. „Die Volksbank bleibt eine Bank von Menschen für Menschen“, betonte der Vorstandssprecher. Kundennähe sowie die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter würden überaus ernst genommen.
Jenseits von Zahlen und Bilanzen stellte ein Vortrag der RTL-Chefreporterin Antonia Rados zum Thema „Gefahr, Risiko und Mut – aus dem Leben einer Kriegsreporterin“ den Höhepunkt der Versammlung dar. Die in Paris wohnende Österreicherin ist seit mehr als 30 Jahren als Krisen- und Kriegsreporterin unterwegs. Ziele ihrer Reportagereisen sind Südamerika und Afrika sowie insbesondere der Nahe und Mittlere Osten.
Im Rathaussaal sagte Rados: „Man kann bestimmte Dinge eben nur feststellen und lernen, wenn man vor Ort ist, etwa wie der Krieg sich tatsächlich auf die Zivilbevölkerung auswirkt, wie er das Leben von jedem Einzelnen betrifft und zerstört.“ zudem lerne man auch relativ schnell, was die Worte „Gefahr“, „Risiko“ und „Mut“ bedeuten.
Die Expertin erkannte wesentliche Unterschiede zwischen früheren und aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen. „Wer heute in Krisengebieten unterwegs ist, sieht keine Fronten und keine Armeen mehr. Neue Gefahren wie Entführungen und Bomben sind die Regel.“
Rados verwies bei Details der gegenwärtigen arabischen Welt auf einen Blick in die Geschichte. Viele der jetzt zerfallenden Staatsgebilde seien im Anschluss an den Ersten Weltkrieg vom Westen organisiert oder gegründet worden. „Sie hatten eigentlich wenig mit der Region zu tun, manchmal sind von den Briten und Franzosen sogar große Stämme getrennt worden.“ Jetzt lösten sich die Grenzen auf und gleichzeitig herrsche speziell unter den Jugendlichen eine immense Unzufriedenheit. „Wir erleben eine Region, die im Moment einem Riesenchaos gleichkommt.“
„Ein riesengroßes Chaos“, ergänzte die Referentin, „in dem selbst ich als westliche Frau häufig ein Kopftuch aufsetze, weil ich dadurch besser geschützt bin.“ In Kairo etwa, zeigte sie beispielhaft auf, könne man als Frau nicht einfach zur Polizei gehen. Die sei korrupt und werde einem auf keinen Fall helfen. „Durch das Auseinanderbrechen aller möglichen Strukturen wird es für junge Frauen noch gefährlicher, deshalb ziehen sich viele zurück auf die Familie.“ Die möglichen Entwicklungen skizzierte Rados mit einem Zitat: „Erfahrene Propheten warten lieber die Ereignisse ab.“ bus

Die Volksbank hat zu den bevorstehenden Versammlungen prominente Redner eingeladen. In Gelldorf wird am 27. August der mehrmalige Weltschiedsrichter Dr. Markus Merk als Gastreferent sprechen, in Rinteln am 24. September Markus Gürne, Leiter der ARD-Börsenredaktion, und am 6. Oktober in Bad Nenndorf Christian Baudis, Internetexperte und ehemaliger Geschäftsführer von Google Deutschland.

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