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Zahl der Straftaten gesunken

Kriminalitätsstatistik: Zahl der Straftaten gesunken

Insgesamt 9520 Straftaten hat die Polizei im vergangenen Jahr in Schaumburg gezählt, 899 Delikte weniger als 2014. Auf 100 000 Einwohner entfallen damit 6109 Straftaten, deutlich weniger als im Landesdurchschnitt (7263).

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Die Aufklärungsquote der Schaumburger Ermittler liegt bei 61,91 Prozent (5894 Taten).

Quelle: Grafik: Vera Elze

Landkreis. Der Anstieg von Wohnungseinbrüchen bereitet der hiesigen Polizei Kopfzerbrechen. „Damit können wir nicht zufrieden sein“, betont der Leiter der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, Frank Kreykenbohm, bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2015.

Insgesamt 9520 Straftaten hat die Polizei im vergangenen Jahr in Schaumburg gezählt, 899 Delikte weniger als 2014. Auf 100 000 Einwohner entfallen damit 6109 Straftaten, deutlich weniger als im Landesdurchschnitt (7263). Durch die Delikte entstand ein Gesamtschaden in Höhe von 6,68 Millionen Euro. Die meisten Taten sind Diebstähle (33,59 Prozent), zu denen auch Einbrüche zählen, Vermögens- und Fälschungsdelikte (24,99 Prozent), sonstige Straftaten wie Drogendelikte (21,05 Prozent) sowie Körperverletzung und Raub (13,32 Prozent).

Selten Fahndungserfolg bei Wohnungseinbrüchen

Die Aufklärungsquote der Schaumburger Ermittler liegt mit 61,91 Prozent (5894 Taten) in etwa im Landesdurchschnitt von 61,1 Prozent. Fahndungserfolge bei Wohnungseinbrüchen sind dagegen seltener. Nur 20 Prozent aller Taten in diesem Bereich kann die Schaumburger Polizei aufklären.

„Um den Fahndungserfolg zu erhöhen, haben wir die Arbeitsgruppe Beweis gegründet. Fünf Mitarbeiter kümmern sich über die Kommissariatsgrenzen hinaus im gesamten Landkreis ausschließlich um Wohnungseinbrüche“, erklärt Thorsten Walter, Leiter des Zentralen Kriminalitätsdienstes der PI Nienburg/Schaumburg.

Dennoch nimmt die Zahl der Wohnungseinbrüche seit Jahren stetig zu. 2015 ereigneten sich 321, das sind 66 mehr als im Vorjahr. 2011 wurden nur 194 Wohnungseinbrüche in Schaumburg verübt. „Viele Täter kommen über die A 2 aus Nordrhein-Westfalen oder Osteuropa. Das erschwert unsere Ermittlungsarbeit“, erklärt Walter. „Wenn ein Sprinter mit Dortmunder Kennzeichen von der Autobahn abfährt, gehen bei uns die Lampen an.“

Kreykenbohm spricht von einem  Kampf gegen Windmühlen. „Temporär können wir die Einbruchskriminalität durch sichtbare Präsenz an den Autobahnabfahrten verdrängen. In dieser Zeit steigt aber nachweislich die Zahl der Taten in Hameln und Garbsen. Und die Kontrollen kosten uns viel Zeit, die für andere Aufgaben fehlt.“

Flüchtlinge spielen kaum eine Rolle

Nach Angaben der Polizei spielen Flüchtlinge als Straftäter kaum eine Rolle: Zwischen Anfang November und Mitte Februar wurden 38 Delikte durch Flüchtlinge erfasst, darunter 18 Rohheitsdelikte wie Körperverletzung, 18 Diebstähle und ein Sexualdelikt. Zehn dieser Straftaten wurden von Flüchtlingen gegen Flüchtlinge verübt, darunter das Sexualdelikt und neun Rohheitsdelikte.

17 Straftaten richteten sich gegen Asylsuchende, darunter elf Rohheitsdelikte. „Das ist nichts, was uns Sorge bereitet“, betont der Leiter der Polizeiinspektion.
Kritisch sieht Kreykenbohm, dass in Schaumburg nach den Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof immer mehr Pfefferspray im Umlauf ist. „Das birgt Risiken, denn der Umgang damit will geübt sein. Einen objektiven Grund, sich so aufzurüsten, gibt es nicht.“ ber

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