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Krippenangebot „absolut bedarfsgerecht“

Landkreis / Krippen- und Kindertagespflege Krippenangebot „absolut bedarfsgerecht“

Die Versorgung der unter Dreijährigen mit Krippen- und Kindertagespflegeplätzen im Landkreis Schaumburg ist „absolut bedarfsgerecht“. Das hat Rolf May, Leiter des Kreisjugendamtes, während der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Kreistags vorgerechnet.

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Recht unterschiedlich ist die Versorgungsquote mit Krippenplätzen im Landkreis Schaumburg. Diese spiegelt de facto die jeweilige Nachfrage wieder.

Quelle: SN-Grafik: Elze

Von Stefan Rothe

Landkreis. Der aktuellsten Erhebung nach beträgt die Versorgungsquote kreisweit aktuell 36,8 Prozent. Für das Jahr 2017 wird eine Quote von 37,1 Prozent prognostiziert. Im bundesweiten Durchschnitt wird inzwischen eine Versorgungsquote von 39 Prozent als bedarfsgerechter Richtwert angenommen.

Dabei müsse aber von einem „nicht unerheblichen Stadt-Land-Gefälle“ ausgegangen werden, so May. Konkret: In ländlichen Regionen wie Schaumburg würden nach wie vor überdurchschnittlich viele Kleinkinder zuhause versorgt. Die Zahl der Anmeldungen in Schaumburg lasse nachweislich darauf schließen, dass die hiesige Angebotslage „völlig angemessen“ sei.
Zudem sei die Tatsache zu berücksichtigen, dass für unter einjährige Kinder so gut wie gar keine Plätze beansprucht würden. Für die Gruppe der Ein- und Zweijährigen betrage die hiesige Versorgungsquote aber sogar 55,1 Prozent.
„Es gibt kreisweit nicht eine Nachfrage, die nicht befriedigt werden konnte“, versicherte Ursula Büthe, die Kindergarten-Fachberaterin des Landkreises. Daher ist die Expertin sicher: „Ich erwarte auf Sicht keine einzige Klage auf einen Krippenplatz.“

Momentan gebe es in manchen Orten Krippen, die sogar ein Überangebot an Plätzen bereit hielten, ergänzte Büthe. Das seien allerdings stets „nur zwei, drei oder vier Plätze, die im Laufe des Kita-Jahres in aller Regel durch Nachrücker aufgefüllt werden“. Wo der Bedarf mittelfristig weiter ansteige, müssten die Kommunen freilich die Angebotslage anpassen, unterstrich Büthe. Dass sich weiter eine größere Nachfrage ergeben werde, war sich auch Ausschussvorsitzende Helma Hartmann-Grolm (SPD) sicher: „Wir dürfen nicht stillstehen, sondern die Kommunen müssen entstehende Bedarfe zum jeweiligen Zeitpunkt erfüllen, um Schaumburg als attraktiven Wohnstandort zu erhalten“.

Die wie erwähnt de facto rein nachfrageorientierte Versorgungsquote ist in den einzelnen Gemeinden Schaumburgs recht unterschiedlich. Sie beträgt beispielsweise in Auetal 51,3, in Rodenberg 40,6 und in Stadthagen 30,5 Prozent (siehe Grafik). Das habe ortsspezifische Gründe, erläuterte Büthe. In den größeren Städten sorge der hohe Anteil von Familien mit Migrationshintergrund für eine geringere Nachfrage. Im Auetal beruhe die hohe Quote darauf, dass diese Kommune sehr früh ein Angebot geschaffen und Nachfrage seit Langem gleichsam generiert habe.
Bundesweite Empfehlung sei es, dass mindestens zwei Drittel der Plätze in Krippen und höchstens ein Drittel in Tagespflegestellen vorgehalten werden sollen. Das erreichen Lindhorst, Obernkirchen deutlich sowie Bückeburg, Niedernwöhren, Nenndorf und Sachsenhagen knapp nicht. „Diesen Gemeinden ist anzuraten, zusätzlich Angebote im Kita-Bereich zu schaffen“, sagte May.

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