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Kultureinrichtungen profitieren

Landkreis / Schwacher Sommer Kultureinrichtungen profitieren

Bei jedem Wetter gibt es Gewinner und Verlierer. Während viele Freibäder und Eisdielen über ein mieses Sommergeschäft klagen, profitiert so manche Kultureinrichtung vom Schmuddelwetter. Einige Museen verbuchten im Juli bis zu 50 Prozent mehr Besucher, und auch das Kinogeschäft läuft besser als im Vorjahr.

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Neues Konzept und wenig Sonne sorgt für Besucherzuwachs im Hubschraubermuseum Bückeburg. © rg

Landkreis (kil). So kann sich das Wilhelm-Busch-Geburtshaus in Wiedensahl nicht beklagen. Nach Auskunft von Museumsleiterin Gudrun-Sophie Frommhage-Davar sind die Besucherzahlen in diesem Juli im Vergleich zu 2010 von 1000 auf 1500 gestiegen. „Auch der August läuft besser als der letzte. Das Wetter war für uns ideal“, sagt die Museumsleiterin. Wenn es zu heiß sei, verbrächten viele Leute ihre Freizeit lieber im Garten oder Freibad. „Es kommen vor allem viele Kinder mit ihren Großeltern“, außerdem jede Menge Fahrradfahrer - echten Radfahrfans könne auch Wind und Wetter nichts anhaben.

Prächtig sieht es auch im Hubschraubermuseum aus. Geschäftsführer Dieter Bals zufolge konnte das Museum mit 4600 Besuchern im Juli 1600 mehr als 2010 begrüßen. Eine beachtliche Zahl, die sich nach Einschätzung von Bals aber nicht nur auf das Wetter zurückführen lässt. „Das kann man nicht so pauschal sagen.“ Auch die Neueröffnung des Museums im Juni sei für die gute Resonanz verantwortlich. Seine Einschätzung: Etwa 1000 Gäste habe das neue Konzept gelockt, 600 das schlechte Wetter. Entgegen der häufigen Annahme, dass selbst eingefleischte Kulturfans bei 30 Grad im Schatten lieber auf der Sonnenliege entspannen, als sich ins Innere eines Museums zu wagen, sei das Hubschraubermuseum in der Ferienzeit generell gut besucht. Vor allem viele Ausflügler schauten sich die Ausstellung an.

Das ist im Stadthäger Museum Amtspforte anders. Hauptsaison ist dort in der Regel von Oktober bis April, wie Mitarbeiterin Gaby Drewes berichtet. „Der Sommer ist eher ruhig“ – nicht so in diesem Jahr. 349 Gäste haben im Juli die Ausstellung besucht, das sind 99 mehr als 2010 – eine große Zahl für ein kleines Museum. „Das Wetter ist immer ein Faktor.“ Sind im Winter die Straßen vereist, kommt niemand. Gleiches gelte für das andere Extrem: „Wenn es draußen so schweißtreibend ist, wollen viele nicht ins Museum.“ Einen Großteil der Besucher bildeten Urlauber, die sich aufgrund der Witterung für einen Städteausflug nach Bückeburg oder Stadthagen entschieden.

Auch die Kinosäle in Stadthagen, Bückeburg und Steinbergen waren in diesem Sommer voller. Das teilt Geschäftsführer Fritz Rubba mit. Konkrete Zahlen nennt er nicht, sagt aber: „In allen drei Kinos waren es viel mehr Besucher als im letzten Jahr.“ Allerdings spielt das Wetter seiner Meinung nach nur eine sekundäre Rolle dabei. Ein echter Publikumsmagnet sei „Harry Potter“ gewesen. „Wenn der Film passt, kommen auch die Leute“ – egal ob Regen oder Sonne.

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