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LNVG hält an Entscheidung fest

Landkreis / Bahnstreit LNVG hält an Entscheidung fest

Der Streit um die geplante Streichung von Regionalexpress-Halten in Lindhorst und Kirchhorsten schwelt weiter. Die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) teilte auf Anfrage unserer Zeitung mit, bei ihrer Entscheidung bleiben zu wollen.

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Künftig sollen die Regionalexpresse morgens in Lindhorst und nachmittags in Kirchhorsten so schnell „durchrauschen“ wie dieser Intercity.

Quelle: rg

Landkreis. Ungeachtet der Kritik von Pendlern und aus der Politik soll es dabei bleiben, dass die Halte auf der Strecke Minden-Hannover um 6.03, 7.03 und 8.03 Uhr in Lindhorst sowie in entgegengesetzter Richtung um 15.17, 16.17 und 18.17 Uhr in Kirchhorsten mit dem Fahrplanwechsel wegfallen sollen. Nach Angaben der LNVG trifft das in Kirchhorsten rund 100, in Lindhorst etwa 200 Pendler. Man sehe in der Streichung, durch die die Fahrzeit des Regionalexpress um etwa zehn Minuten verkürzt werden soll, einen „deutlichen Attraktivitätsvorteil“, so Rainer Peters, Pressesprecher der LNVG. „Wir sehen die Nachteile für die dort Betroffenen, sehen allerdings auch die Vorteile für eine Vielzahl von Menschen.“ Lediglich am Nachmittag soll es für Schaumburg einen „Verstärker“ für den 17-Uhr-Bereich geben.

 Verwundert zeigte sich Peters über die Kritik der Kreisverwaltung, der Landkreis sei über die Änderung vorab nicht informiert worden. Es habe, so Peters, am 19. Februar dieses Jahres ein regionales Planungsgespräch mit dem Landkreis geben, bei dem die Änderung angekündigt worden sei. Kreis-Pressesprecher Klaus Heimann kontert: Die Fahrplanänderung sei zwar bei diesem Treffen angesprochen worden, allerdings nur als möglicher Gedanke und auch nicht für den Fahrplanwechsel 2013/14, sondern erst für Ende 2014. Schon damals habe der anwesende Landkreismitarbeiter deutlich gemacht, so Heimann weiter, dass eine solche Entscheidung Proteste nach sich ziehen werde. Daraufhin habe die LNVG angekündigt, diesen Plan zu prüfen. Von einer endgültigen Entscheidung sei keine Rede gewesen.

 Der Pressesprecher der Kreisverwaltung kritisierte, dass die LNVG für die Änderungen zum Fahrplanwechsel kein ordentliches Beteiligungsverfahren durchgeführt hat. In einem solchen Verfahren könnte sich der Landkreis zu den Plänen äußern. Heimann: „Damit würde sich die Landesnahverkehrsgesellschaft auch selbst einen Dienst erweisen.“ So betreibe die LNVG nur eine „ganz spärliche Informationspolitik“.

 Auch der Bürgermeister der Samtgemeinde Lindhorst, Andreas Günther, hat sich in die Debatte eingeschaltet. In einem Schreiben an die LNVG verweist er auf die zahlreich eingegangenen Beschwerden von Bürgern und die Investitionen der Gemeinde Lindhorst in die erst im Juni dieses Jahres freigegebene Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof. Die jetzt angekündigten Fahrplanänderungen entsprechen nach den Worten Günthers nicht den Bedürfnissen der Pendler. „Im Übrigen kann ich mir nicht vorstellen, dass unsere Nachbarkommunen, insbesondere die Gemeinde Haste und die Stadt Stadthagen, von den aufgezeigten (Ausweich-)Möglichkeiten Ihres Pressesprechers begeistert sind.“

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