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Landeskirche legt Pflegeeinrichtungen zusammen

Schaumburg Landeskirche legt Pflegeeinrichtungen zusammen

Der Pflegedienst Schaumburg mit den Standorten Bückeburg und Sachsenhagen, die Diakonie-Sozialstation Meerbeck/Sülbeck und die ambulante Pflege am Krankenhaus Bethel/Bückeburg sollen zum 1. Januar 2016 eine fusionierte Gesellschaft bilden. Details der Verschmelzung hat Landeskirchenamtspräsident Harald Weidenmüller der in Steinhude zusammengekommenen Synode dargelegt.

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Landeskirchenamtspräsident Harald Weidenmüller. 

Quelle: bus

Landkreis. Mit der Fusion strebt die evangelisch-lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe vor allem wirtschaftliche Stabilität und Effektivität an. „Dies gilt insbesondere für die ambulante Pflege am Krankenhaus Bethel, die bedauerlicherweise sehr hohe jährliche Verluste zu verzeichnen hatte“, verdeutlichte Weidenmüller. Die Verschmelzung sei von einer Beratungsstelle des Diakonischen Werks Niedersachsen empfohlen worden und werde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Confidaris (Osnabrück) begleitet. Die Herbstsynode hatte für die sachverständige Begleitung des Fusionsprozesses bis zu 70 000 Euro zur Verfügung gestellt.
Während der im Februar dieses Jahres einberufenen ersten Sitzung der mit dem Prozess befassten Lenkungsgruppe sei „allen Beteiligten sehr deutlich geworden, dass auf der Basis der aktuellen wirtschaftlichen Verhältnisse die ambulante Pflege am Krankenhaus Bethel nicht oder nur unter bestimmten Voraussetzungen fusionsfähig sein kann oder sein wird“, erläuterte der Landeskirchenamtspräsident. Die Bethel-Pflege habe in den zurückliegenden Jahren Verluste in einer Größenordnung zwischen 80 000, 100 000 und 120 000 Euro jährlich verzeichnet.
Angesichts dieser Defizite, so führte der Berichterstatter aus, „wäre es den anderen beteiligten Einrichtungen kaum oder überhaupt nicht zumutbar gewesen, eine Fusion einzugehen“. Nach langer Diskussion und Abwägung der maßgebenden Gründe habe man sich dennoch einstimmig entschlossen, Bethel in die Zusammenlegung einzubeziehen. Vor allen Dingen wegen des Fachpersonals und des insbesondere in Bad Eilsen vorhandenen Patientenstamms.
Diese Entscheidung sei nur deswegen möglich gewesen, weil die Landeskirche sich bereit erklärt habe, für die kapitalmäßigen Voraussetzungen in einer Größenordnung von bis zu 350 000 Euro einzustehen, verdeutlichte Weidenmüller. „Das ist viel Geld, aber es war notwendig und auch zweckmäßig, diese Entscheidung zu treffen, um den Fusionsprozess nicht insgesamt zu gefährden.“ Der Beschluss sei im Anschluss an intensive Beratungen von Landeskirchenrat und synodalem Finanzausschuss gefasst worden.
Das Verschmelzungsprozedere sieht vor, dass der Pflegedienst Schaumburg die Anteile der ambulanten Pflege am Krankenhaus Bethel zu 100 Prozent übernimmt – zum symbolischen Kaufpreis von 1 Euro. Die Konsequenz laut dem Landeskirchenamtspräsidenten: Beide Gesellschaften existieren weiterhin, aber es ist ein neuer Gesellschafter in die Pflegedienst-eGmbH eingetreten. Nun könne mit der Umsetzung der Sanierungsschritte begonnen werden. Harald Weidenmüller geht davon aus, dass der Prozess „notariell bis zum September in trockenen Tüchern ist“. bus

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