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Aus dem Landkreis Landkreis legt Beschwerde ein
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Landkreis legt Beschwerde ein
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00:18 16.07.2018
Quelle: dpa
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Landkreis

Speziell geht es um eine Umweltverträglichkeitsprüfung, die der Landkreis – zu Unrecht, wie das Gericht sagt – unterlassen hat. Diese werde nun parallel angeschoben, teilt Kreissprecher Klaus Heimann dazu mit.

Damit will er jedoch nicht das Eingeständnis verstanden wissen, dass der Kreis tatsächlich einen Fehler gemacht habe. Schließlich habe die Vorprüfung ergeben, dass „keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten sind“. „Aber für den Fall, dass das Gericht bei seiner Einschätzung bleibt und unsere Beschwerde nicht akzeptiert, wollen wir keine Zeit verlieren“, so Heimann.

Zwei Wochen hatte der Landkreis Zeit, seine formale – nicht inhaltliche – Beschwerde einzulegen. Bis zum 27. August kann die Verwaltung nun an der Begründung feilen, das hat der Gesetzgeber so vorgesehen. „In diesem Fall gilt es etwa zu prüfen, wie die Rechtssprechung ähnliche Vorgänge bewertet hat“, erklärt Heimann das weitere Vorgehen.

Die Betreiber der vier Anlagen, die Bürgerenergiegenossenschaft Schaumburg (Beckedorf) und die Wind- und Energieverbundes Schaumburg (Riepen), haben die Windräder nach anwaltlicher Beratung vorsorglich abgestellt, um das Verfahren „sauber zu Ende zu führen“. Auch Burghard Massante, Vorstandsvorsitzender der BEnGSHG, hatte angekündigt, Beschwerde gegen die Entscheidung einlegen zu wollen. Nichtsdestotrotz wolle man die Gegenseite nicht weiter provozieren.

Mit der „Gegenseite“ ist der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen gemeint, der geklagt hatte, weil er bedrohte Vogelarten wie den Rotmilan gefährdet sind.

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Stimmen aus dem Netz dazu

Tom Neumann: Die Umweltinitiativen argumentieren, dass bedrohte Vogelarten durch die Anlagen gefährdet werden. Das kommt wohl eher von den ganzen Pestiziden, die in die Umwelt gelangen und so die Nahrungsquelle „Insekten“ für die Vögel immer mehr dezimieren. Ich habe noch nie einen Vogel gesehen, der in ein Windrad geflogen ist. Aber Hauptsache keine „Saubere Energie“ und her mit der Atomkraft oder wie?!
Sascha Rodehau: Einfach mal direkt zum Windrad gehen. Dort liegen im direkten Umkreis zahlreiche tote Vögel. Und die meisten liegen in der gleichen Position. Genickbruch und abgeschmiert, zu Boden gegangen und verendet.
Endrik Strauhs: Aufm Auto ein Aufkleber mit „Atomkraft, Nein danke“ und am Zaun zu Hause „Hier kein Windpark“. Wobei immer irgendwelche fadenscheinige Gründe vorgeschoben werden. Tierschutz ist momentan sehr beliebt. Anfangs war es das Landschaftsbild. Danach kam der Lärmschutz, weil die Dinger ja sooo laut sind. Wir können auch bei Atomkraft bleiben, bis so nen Ding mal hochgeht.

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