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Aus dem Landkreis Landkreis lobt Stärkung der Sozialarbeit
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Landkreis lobt Stärkung der Sozialarbeit
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23:15 22.07.2016
Quelle: Symbolfoto
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Landkreis

„Aus Sicht des Landkreises ist die Entscheidung des Landes, für die Schulsozialarbeit Verantwortung zu übernehmen, zu begrüßen“, sagt Klaus Heimann, Sprecher des Landkreises Schaumburg. Bei den in Schaumburg betroffenen Schulen handelt es sich jedoch nicht um Neueinstellungen. „Wir haben bereits acht Sozialarbeiter an sieben Schulen, die beim Landkreis angestellt und bislang mit 45 Prozent durch das Land gefördert worden sind“, erklärt Heimann. Nun soll das Land 100 Prozent der Schulsozialarbeiterstellen finanzieren.

Hintergrund ist eine alte Richtlinie des Landes aus dem Bereich Schule und Recht. „Das Land gewährt nach Maßgabe dieser Richtlinie Zuwendungen für die Durchführung spezifischer sozialpädagogischer Maßnahmen, um Schüler der Hauptschule gezielt auf den Übergang Schule–Beruf vorzubereiten“, zitiert der Kreissprecher. Diese Richtlinie mache nach Angaben von Heimann deutlich, wie die Förderung des Landes für soziale Arbeit bisher ausgerichtet war. „Aber Hauptschulen in diesem Sinne gibt es ja nicht mehr.“

Von der neuen Auslegung profitieren nun also alle betroffenen Schaumburger Schulen: die Integrierten Gesamtschulen in Obernkirchen, Rinteln, Helpsen und Rodenberg sowie die Oberschulen in Bückeburg, Stadthagen und Lindhorst. Für die Kommunen ist das eine willkommene finanzielle Entlastung. In der Vergangenheit mussten diese nämlich zum Teil für die Finanzierung der Sozialarbeiter in Vorlast treten, wie Heimmann betonte. Jetzt übernehme das Land die Verantwortung, so der Kreissprecher.

Die FDP-Landtagsfraktion monierte den Beschluss: Die Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) habe fast ein Jahr gebraucht, um einen Großteil der neu geplanten Stellen auszuschreiben, teilte der bildungspolitische Sprecher Björn Försterling mit. Zudem handele es sich bei den meisten Stellen um Teilzeitstellen. Um allen Schülern das Angebot der Schulsozialarbeit zukommen zu lassen, seien deutlich mehr Sozialarbeiter unerlässlich, betonte Försterling.

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