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Landkreis macht 10,5 Millionen Euro Minus

Krankenhäuser-Kosten Landkreis macht 10,5 Millionen Euro Minus

Der Landkreis wird das laufende Haushaltsjahr nach heutiger Kenntnis mit einem Defizit in Höhe von 10,5 Millionen Euro abschließen. Diese „Wasserstandsmeldung“ hat Landrat Jörg Farr auf der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses des Kreistags abgegeben.

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Landkreis. Der Fehlbetrag wird nach Angaben von Farr zu einem erheblichen Teil durch die Defizite der Krankenhäuser in Stadthagen und Rinteln verursacht – diese werden mit rund 6,1 Millionen Euro kalkuliert. Eine weitere Hauptursache des Fehlbetrags sind demnach die hohen Sozialausgaben. Diese werden allein im Bereich der Zahlungen für Asylbewerber um 2,5 Millionen Euro höher ausfallen als zu Jahresbeginn kalkuliert.

Kleines Trostpflaster: Das Defizit in Höhe von 10,5 Millionen Euro wird voraussichtlich um 1,5 Millionen Euro niedriger ausfallen als ursprünglich im Haushalt eingeplant. Einer der dafür verantwortlichen Faktoren ist eine um 1,8 Millionen Euro niedrigere Ausgabe im Bereich des Jugendamtes. Hauptursache dafür sind nach Angaben von Kreiskämmerer Bernd Biederstädt geringere Fallzahlen bei der ambulanten und stationären Hilfe zur Erziehung und bei der Inobhutnahme von Jugendlichen. Einsparungen gab es auch bei der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen (1,7 Millionen Euro) und bei der Hilfe zur Pflege (700.000 Euro), ebenfalls aufgrund geringerer Fallzahlen. Rund eine Million weniger Einnahmen als ursprünglich geplant gab es hingegen bei Zahlungen des Landes beim Finanzausgleich.

Das Jahresergebnis des Kreishaushaltes für das Jahr 2014 kann nach Darstellung von Farr mit einem Überschuss von 400.000 Euro beziffert werden. Dieser wäre deutlich höher ausgefallen, wenn die beiden Kreiskrankenhäuser nicht insgesamt ein Defizit von rund 3,9 Millionen Euro eingefahren hätten, die es auszugleichen galt.

Nach den Worten Biederstädts steht mittlerweile auch das Jahresergebnis für das Haushaltsjahr 2013 fest. In jenem ist demnach ein Defizit von 3,8 Millionen Euro zu verzeichnen gewesen. Farr machte dazu deutlich, hierbei handele es sich um rein buchungstechnische Auswirkungen der neuen doppischen Haushaltsführung, die keine reale Geldangabe bedeuten. ssr

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