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Landkreis verteilt 173 neue Flüchtlinge

Ankunft am Donnerstag Landkreis verteilt 173 neue Flüchtlinge

Auch in dieser Wochen kommen am Donnerstag mehr als 100 Flüchtlinge in Stadthagen an. Von hier aus werden sie in ihre Unterkünfte quer durch Schaumburg verteilt.

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Nach Angaben des Landkreises kommt überwiegend Flüchtlingsfamilien nach Schaumburg.

Quelle: Symbolfoto

Stadthagen. Am heutigen Donnerstag werden 173 dem Landkreis zugewiesene Asylsuchende am Kreishaus erwartet. Nach Angaben des Ersten Kreisrats Klaus Heimann stammen 90 aus dem Irak, 50 aus Afghanistan, 20 aus Syrien und einige weitere aus dem Iran und dem Libanon.

Die Schutzsuchenden, die mit Bussen aus den Landesaufnahmeeinrichtungen in Friedland und Bramsche kommen, werden in den Sitzungssälen des Kreishauses von der Ausländerbehörde erfasst. Sodann erhalten sie ihren ersten monatlichen Scheck über den ihnen zustehenden Unterhalt.

Nach Darstellung von Heimann werden parallel dazu die Kontakte zu den Flüchtlings-Sozialarbeitern der Awo hergestellt. Diese begleiten die Neuankömmlinge am Nachmittag in Bussen oder Sammeltaxis in ihre Aufenthaltsorte, helfen ihnen dort bei der Einquartierung und gegebenfalls beim ersten Gang zur Bank.

Eine größere Anzahl von Flüchtlingen wird heute jeweils nach Bückeburg – 23 davon in die Notunterkunft Herderschule – und nach Rodenberg gebracht. Weitere finden ihre Unterbringung in Sachsenhagen, Niedernwöhren, Bad Nenndorf und Obernkirchen.

Wie Heimann berichtet, „kommen hier ganz überwiegend Familien an“. Alleinstehende Männer seien eher selten. Eine Arbeitsgruppe im Sozialamt schaue sofort nachdem die Liste der Ankommenden vorliege danach, welche der von den Städten und Gemeinden zur Verfügung gestellten Wohnungen für welche Familie passt. „Das ist bei der Zuweisung der Flüchtlinge in die Kommunen das maßgebende Kriterium“, erläutert der Kreisrat.

Gleichwohl dringt die Kreisverwaltung laut Heimann mit wachsendem Nachdruck darauf, dass alle Städte und Gemeinden ihre vom Kreistag beschlossene Quote erfüllen. Nach dieser müssen sie jeweils so viele Wohnplätze für Flüchtlinge anbieten, dass dies 1,5 Prozent der Einwohnerzahl entspricht. „Mittelfristig wollen wir eine annähernde Verteilungsgerechtigkeit erreichen“, hebt der Kreisrat hervor.

Weil die kreisweiten Unterbringungsmöglichkeiten nach aktuellem Stand in zwei Wochen erschöpft sein werden, hat die Kreisverwaltung beim Land um eine Zuweisungspause gebeten. Ab der zweiten Kalenderwoche im März sei man bis Ende des Quartals wieder in der Lage, etwa 100 Flüchtlinge wöchentlich aufzunehmen. Eine Antwort des Landes auf dieses Ersuchen steht noch aus. ssr

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