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Landrat begrüßt Erdverkabelungen

„Dafür haben wir gestritten“ Landrat begrüßt Erdverkabelungen

„Dafür haben wir gestritten“, kommentiert Landrat Jörg Farr den Beschluss im Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestages. Thema war die umstrittene Stromtrasse „Südlink“. Die soll nun – wie von unterschiedlichen Akteuren aus Politik und Bürgerschaft gefordert – unterirdisch verlegt werden.

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Quelle: Symbolfoto

Landkreis. Farr erwarte nichts Geringeres als „eine komplette Neuplanung“ vom Stromkonzern Tennet. Dem Unternehmen biete er gleichzeitig die Unterstützung der Schaumburger zum Beispiel in Form von gemeinsamen Informationsabenden mit Vertretern von Politik, Bürgerschaft und Tennet an. Die Ergebnisse dieser Sitzungen sollten dann diesmal bereits im Vorfeld in die Planungen einfließen. Wobei der Landrat betont, dass noch nicht klar sei, ob überhaupt und inwieweit der Landkreis Schaumburg von der neuen Erdkabel-Version des „Süllinks“ betroffen sei.

Mit dem „Südlink“ soll vor allem Strom aus dem Norden der Republik in den Süden transportiert werden. Gegen das Vorhaben einer oberirdisch verlaufenen Trasse und deren Verlauf formierte sich vielerorts in Deutschland Protest. Lokal entstand zum Beispiel in der Samtgemeinde Rodenberg eine Bürgerinitiative. Der Landkreis Schaumburg ist Teil der sogenannten Hamelner Erklärung, einem Zusammenschluss von 17 Landkreisen und anderen betroffenen Regionen, die gegen die Pläne mobil machten.

„Dieser öffentliche Diskurs war wichtig“, sagt Landrat Farr. Die Debatte habe gezeigt: „Die Energiewende kann nur mit Akzeptanz der Bevölkerung gelingen.“

Drei Punkte haben nach Meinung des Landrats zum – aus Sicht der Protestler – Erfolg geführt: Die „deutliche Positionierung“ von Bürgerschaft, Politik und Verwaltung gegenüber Tennet in Informationsveranstaltungen, die größte davon jene mit 800 Teilnehmern im Januar in Lauenau; die gemeinsam mit den Gemeinden durchgeführte Analyse der Tennet-Pläne und die Offenlegung derer „diverser Unzulänglichkeiten“; und schließlich die Hamelner Erklärung, die „professionelle juristische und fachliche Beratung“ erhalten habe.

Nach der Empfehlung des Ausschusses gestern wird aller Voraussicht nach der vorrangige Einsatz von Erdkabeln heute im Bundestag beschlossen. Erfreut über den Gesetzesentwurf zeigt sich der heimische Bundestags-Abgeordnete Maik Beermann (CDU): „Damit führt ein langer Weg schlussendlich zum Erfolg.“ In dem von ihm einberufenen „Runden Tischen ,Südlink‘“ mit Entscheidungsträgern, Initiativen, Verbänden und Landwirten aus Nienburg und Schaumburg habe man das Thema „Erdverkabelung“ immer wieder in den Mittelpunkt gerückt. Eine Hauptforderung sei damit erfüllt. Der Dialog sei aber nicht beendet „und ich bin gerne bereit, ihn fortzuführen“. jcp

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