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Aus dem Landkreis Landrat begrüßt Fusions-Pläne
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Landrat begrüßt Fusions-Pläne
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16:20 08.02.2018
LANDKREIS

Der Landrat fügt hinzu: „Falls es gewünscht wird, kann man diese Diskussion als Landkreis auch aktiv begleiten, wenn das nicht als Einmischung empfunden wird“.

 Schaue man auf die Landkarte, stelle die angestrebte Samtgemeinde „ein kompaktes Gebilde“, dar, sagt Farr. In der kommenden Zeit werde „der Prozess des Miteinanders zeigen“, ob er zu einem Resultat führe.

 Letztendlich müsse jede Gemeinde für sich entscheiden, wie weit sie in der Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen geht bis hin zur Fusion, erläutert Farr. Das sei Diskussion der letzten Besprechung der hauptamtlichen Bürgermeister in Schaumburg mit dem Landrat gewesen, berichtet er. „Wenn man sich in Niedersachsen umschaut, gibt es Beispiele für gelungene, aber auch für später nicht so gut funktionierende Fusionen“, unterstreicht der Landrat.

 Erfolgsfaktoren zum Gelingen einer Fusion sind aus Sicht von Farr: Der Zusammenschluss müsse „freiwillig erfolgen, dass heißt von Verwaltung , Politik und den Bürgern mitgetragen werden“. Die Fusion dürfe „auf keinen Fall von oben aufgezwungen werden“. Und „die neu entstehenden Einheiten dürfen keine bloßen Kunstgebilde werden, sondern müssen auch später eine Gemeinschaft bilden können“. Denn auch hinterher sollen sich nach Überzeugung von Farr „Bürger, Vereine und Verbände noch mit ihrer Gemeinde identifizieren können und sich für ihre Gemeinde engagieren“.

 Am besten sei es, wenn es schon vorher Beziehungen und Verflechtungen gebe, also interkommunale Zusammenarbeit gelebt werde. Farr weiter: „Vor der Fusion müssen klare Verabredungen getroffen werden und wenn möglich klare Strukturen vorherrschen.“ Das betreffe Fragen wie: Welche öffentlichen Einrichtungen werden vorgehalten und wie werden diese finanziert? Welche Anlaufstellen gibt es auf Dauer für die Bürger? Welche Entwicklungsperspektiven, etwa bei der Wohn- und Gewerbeentwicklung werden den einzelnen Gemeinden zugestanden? „Ich bin mir sicher“, so Farr, „dass die Beteiligten genau das in den nächsten Monaten intensiv diskutieren werden.“

 Auf die Frage, ob er es gut fände, wenn auch andernorts in Schaumburg Vorstöße für Fusionen kämen, reagiert Farr: „Allgemein ist zu sagen, dass größere Gemeinden nicht automatisch besser aufgestellt oder effizienter sind als kleinere Einheiten.“ Das hänge im Einzelfall von den örtlichen Rahmenbedingungen, der Ausgestaltung der Verwaltungsorganisation, aber auch vom Willen zur Zusammenarbeit ab. Konkreter wolle er nicht werden, fügt Farr hinzu, „denn dann würde ich mich in örtliche Situationen einmischen“.