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Aus dem Landkreis Landtagspolitikerin geht mit den Gegnern des trassenfernen Bahnausbaus konform
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Landtagspolitikerin geht mit den Gegnern des trassenfernen Bahnausbaus konform
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00:16 23.06.2016
Am Scheier Rethof signalisiert die Besuchergruppe analog der Bigtab-Plakate symbolisch: Die Bahn kommt hier nicht durch.  Foto: bus
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LANDKREIS.

 „Ich würde mich freuen, wenn das Gespenst des trassenfernen Ausbaus so schnell wie möglich vom Tisch kommt.“
Rakows Besuch nahm seinen Anfang im Scheier Dorfgemeinschaftshaus, führte anschließend zum Rethof und zu mehreren Stationen in der Bückeburger Niederung und endete im Schützenhaus Evesen.

„Ich finde es großartig, wie hervorragend hier das Zusammenspiel zwischen Landwirtschaft, Hochwasserschutz und Umweltschutz funktioniert“, erklärte Rakow. „Ich mag gar nicht darüber nachdenken, was passiert, wenn eine Bundesbahntrasse durch die Niederung gelegt wird.“ Sie weise diesen Gedanken ganz weit von sich. „Das darf einfach nicht passieren.“

Alles, was in der Niederung über viele Jahre hinweg mit viel Geld und viel Herzblut geschaffen wurde, könne nicht einfach kaputt gemacht werden, so die Besucherin. „Insofern baue ich darauf, dass bei denjenigen, die hier planerisch tätig sind und die diese Trasse weiter verfolgen, bald die Vernunft durchkommt.“

Falls die Planer vor Ort hautnah erführen, was sie zerstören, könne sie sich vorstellen, „dass sie dann von ihren Planungen Abstand nehmen“. Das Land verfüge indes nicht über direkte Möglichkeiten, die Bahn zu anderen Planungen zu bewegen, erläuterte die Abgeordnete. Aber: „Wenn man keinen Rechtsanspruch hat, hilf es häufig, permanent zu nerven.“

Eingangs des Besuchs hatten Gastgeber Becker, Wolfhard Müller seitens des Fördervereins Bückeburger Niederung, Landrat Jörg Farr, Petra Meisel und Gesine Schwan als Vertreterinnen der Bürgerinitiative gegen den trassenfernen Ausbau der Bahn in Schaumburg, Porta Westfalica und Minden (Bigtab) sowie Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach und Stadtrat Bernd Insinger Eckpunkte der mehrfach von dieser Zeitung veröffentlichten Kritik an den Bahnplänen dargelegt.

Becker erinnerte, dass beim Ausbau die Lösung angestrebt werden müsse, die die Menschen am wenigsten beeinträchtige.
Das habe der Landkreis bereits vor zehn Jahren in einer Resolution festgestellt. „Daher haben wir uns alle sehr gewundert, dass diese Planung jetzt ein zweites Mal deckungsgleich auf den Tisch gekommen ist.“ Müller machte darauf aufmerksam, dass im Falle der Realisierung der Pläne der Mittellandkanal in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Er wolle keine Panik machen, „aber das kann bis zum Dammbruch reichen“.

Farr nahm außer dem Bückeburger Bereich auch die Auswirkungen auf Bad Nenndorf und Hohnhorst in den Blick und betonte, dass die trassenferne Variante massive Einschnitte in die Lebensqualität vieler Schaumburger und womöglich eine dauerhafte Absenkung des Grundwasserspiegels mit sich bringe. „Wir müssen unsere Geschlossenheit auf allen Ebenen verdeutlichen“, legte der Landrat dar.
Die Bigtab-Vertreterinnen riefen die in Porta Westfalica bestehenden Bedenken wegen der Stabilität des Wesergebirges ins Gedächtnis. Und: „Wenn man die Zerschneidung der Landschaft bedenkt, blutet einem das Herz.“

„Alle sind gegen die Planung“, stellte Brombach Minden und Porta Westfalica einbeziehend heraus. Er fürchte, von den Verantwortlichen nicht genug informiert worden zu sein. „Im Grunde will man uns weichkochen.“ Gleichwie charakterisierte das Stadtoberhaupt das Gesamtvorhaben als „totgeborene Kiste“. Brombach hob hervor, nicht gegen, sondern für einen Ausbau der Strecke zu sein.
Insinger gab zu bedenken, dass auch bei der trassennahen Realisierung viele Anlieger betroffen wären. Er hoffe, dass dann mit vergleichbarer Akribie und Manpower um das Finden der bestmöglichen Lösung gerungen werde. mig

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