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Landwirte rechnen mit Ertragseinbußen

Dramatische Trockenheit Landwirte rechnen mit Ertragseinbußen

Die weit überdurchschnittliche Trockenheit macht den Landwirten in Schaumburg schwer zu schaffen. Laut Deutschem Wetterdienst ist der Juni hierzulande bisher so trocken wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen in den Sechziger Jahren.

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Es regnet nicht: Die anhaltende Trockenheit stellt die Schaumburger Landwirte vor Probleme. dpa/Christoph Schmidt

Landkreis.  „Die Trockenheit stellt für uns mittlerweile eine dramatische Lage dar“, sagt der Luhdener Landwirt Christoph Tecklenburg.

Für den in Schaumburg weit verbreiteten Weizen ergibt sich nach Einschätzung von Christoph Bebermeier, Berater für Pflanzenproduktion bei der Landberatung Schaumburg, in Teilbereichen eine kritische Lage: „Auf schlechteren Böden muss man aufgrund des mangelnden Wassers schon jetzt mit Ertragseinbußen rechnen.“

Der Weizen rollt bei fehlendem Wasser aus Selbstschutz seine Blätter ein, um die Oberfläche für Verdunstung zu verkleinern, erklärt Tecklenburg. Doch als Folge davon könne weniger Sonnenlicht in die Pflanze eindringen, diese Energie fehle bei der jetzt gerade anstehenden Ausbildung der Körner. Diese würden infolgedessen in einem mickrigen Zustand verbleiben.

Eine ähnliche Problemlage stelle sich für die Gerste, bei der auf schlechteren Bodenlagen laut Bebermeier ebenfalls mit Ertragseinbußen zu rechnen ist.

Äußerst kritisch ist die Lage laut Bebermeier auch beim Mais. Dieser habe bislang zu wenig Wurzelmasse ausgebildet, um mit dem viel zu geringen Wasserangebot zurecht zu kommen. ,,Der Mais droht zu vertrocknen“, konstatiert der Landwirt.

Der erste Schnitt der Grasernte ist nach Angaben von Tecklenburg noch weitgehend normal ausgefallen. Ein Vorteil sei, dass das geschnittene Material ganz schnell zu Heu wird. Doch für den zweiten Schnitt sei zu beobachten, dass die Gräser verholzen und damit ein schlechteres Futter abgeben.

Mit der Trockenheit ganz gut zurecht kommen hingegen die Zuckerrüben. Diese haben nach Kenntnis von Bebermeier schon so tief und so kräftig gewurzelt, dass sie genügend Nahrung aufnehmen können.

Nach Einschätzung der Experten ist ein über mehrere Tage anhaltender Landregen vonnöten, um eine spürbare Entlastung zu bringen. „Kurze Starkregen bringen nichts, da das Wasser dann auf der Oberfläche einfach abfließt und nicht in den Boden eindringt“, erläutert Tecklenburg. ssr
 

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