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Landwirte wehren sich

Gülle-Düngung Landwirte wehren sich

Die SN-Berichterstattung über mutmaßlich nicht genehmigte Entsorgung von Gülle hat hohe Wellen geschlagen. Die gesetzliche Sperrfrist zum Austragen von Gülle beginnt am 1. November und endet am 31. Januar. Mit einer behördlichen Genehmigung dürfen Landwirte bereits ab dem 15. Januar Gülle ausbringen.

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Gülle-Düngung mit umweltschonender Technik ist für Landwirte ein wichtiges Thema.

Quelle: Pr.

Landkreis. „Gülle ist für uns ein wertvoller Dünger“, sagt Henrik Brunkhorst von den Jungen Landwirten Weserbergland im Gespräch mit den Schaumburger Nachrichten. Nur wenige Tage nach der Berichterstattung wurde auch auf seinem Hof früh morgens Gülle aufgetragen – mit Genehmigung.

 „Wenn der Boden gefroren ist, man aber davon ausgehen kann, dass dieser im Laufe des Tages wieder taut, darf mit Gülle gedüngt werden, erklärt der Jung-Landwirt. Um sicherzugehen, dass das auch der Fall ist, verlässt sich Brunkhorst dabei auf den aktuellen Wetterbericht.

Mit Genehmigung darf Gülle ab 15. Januar ausgebracht werden

Wer die erforderliche Sondergenehmigung in den vergangenen Tagen nicht auf dem Feld dabei hatte, wurde mit viel Pech durch die Polizei bis zu zwei Stunden von der Arbeit abgehalten, wusste Achim Pohl vom Landvolk Kreisverband Weserbergland zu berichten. Im Fall von Brunkhorst meldete sich ein Bürger bei der Polizei, der aufgrund der jüngsten Berichterstattung von nicht erlaubter Austragung von Gülle ausging. Nach Vorzeigen der Genehmigung der Landwirtschaftskammer konnte Brunkhorst seiner Arbeit wieder ungestört nachgehen.

 „Für unsere Pflanzen ist Gülle Nahrung – sie würden doch auch nicht ihr Haustier verhungern lassen“, sagt Pohl. Der aktive Landwirt hat seit dem SN-Bericht, in dem sich ein Hesper Bürger über die in seinen Augen nicht erlaubte „Gülle-Entsorgung“ monierte, mehrere Kollegen in Telefonaten und E-Mails beschwichtigen müssen.

Bei Frost wird die Struktur des Bodens geschont

 Der Begriff „entsorgen“ vermittle Pohls Ansicht nach den Eindruck, die Pflanzen wüchsen auch ohne den für sie so wertvollen Dünger. „Wenn wir ein, zwei Mal ernten, ohne vorher zu düngen, dann wächst da gar nichts mehr.“ Außerdem sei das Düngen mit Gülle vor allem für Betriebe ohne eigene Viehhaltung eine kostspielige Sache, da der fehlende Dünger aufgekauft werden müsse. Da dass bei vielen Schaumburger Betrieben der Fall sei, könne auch nicht behauptet werden, dass die hiesigen Landwirte zu viel Gülle hätten, die sie irgendwie loswerden müssten, entgegnet Brunkhorst. „Ganz im Gegenteil.“

 Das Düngen im Winter habe außerdem viele Vorteile für Landwirte und Bürger, wie Landwirt Frederik Meyer aus Scheie erklärt: „Wenn wir bei Frost fahren, schonen wir die Strukturen des Bodens und die Straßen bleiben sauber.“ mak

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