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Lange Unterhose, Steppjacke und dicke Socken

Landkreis / Wahlkampf Lange Unterhose, Steppjacke und dicke Socken

Wahlkampf mitten im Winter – damit sind die Direktkandidaten für die Landtagswahl am 20. Januar konfrontiert. Da sind dicke Socken, lange Unterwäsche und heißer Tee angesagt.

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Quelle: Archiv

Landkreis (ssr). Die gute alte Funktions-Unterwäsche der Polizei“ zieht Mike Schmidt (CDU) nach eigenem Bekunden gerne unter, wenn er vor Supermärkten und Bahnhofseingängen oder zu Hausbesuchen unterwegs ist. „Es ist wichtig, sich schön warm anzuziehen“, erzählt der im Hauptberuf als Polizeibeamter tätige Politiker, „damit man nie friert und dabei eventuell noch die gute Laune verliert.“

Kleine Tütchen mit Schoko-Mandeln verteilt der CDU-Kandidat. Auf Info-Flyer mit Wahlkampfinhalt verzichtet Schmidt noch bis Weihnachten. Auf der an das Schoko-Tütchen gehefteten Karte befinden sich neben dem Konterfei des Auhägers vielmehr herzliche Weihnachtswünsche. An den Wahlständen biete die Partei Glühwein, heißen Kakao und gelegentlich auch Bratwurst.

Seit dem 1. Dezember sei er kreisweit auf Achse, berichtet Schmidt. Rund 2500 Tütchen habe er bereits persönlich an die Bürger gebracht. An zahlreichen Haustüren habe er geklingelt und dabei viele überraschende Erfahrungen gemacht: „Nicht selten werde ich spontan zum Kaffee eingeladen, dabei wird über Persönliches und auch über Politik geredet.“

Die persönliche Ansprache sei eine tragende Säule seines Wahlkampfes, so Schmidt: „Die Bürger sollen die Chance erhalten, den CDU-Kandidaten persönlich kennenzulernen.“ Er fügt hinzu: „Das Wetter darf dabei keine Rolle spielen, der Wahltermin nimmt darauf ja keine Rücksicht.“

Dieser Wahltermin am 20. Januar macht Karsten Becker (SPD) Sorge. Keinesfalls wegen der Witterung: „Mit Kälte habe ich nicht das geringste Problem, auch bei Frost benötige ich weder Wollmütze noch Handschuhe.“ Insofern sei der derzeitige Wahlkampf auf Straßen und Plätzen zur Winterzeit für ihn persönlich kein Problem.

Der Wahltermin nur 14 Tage nach der längeren Weihnachtspause allerdings verärgert Becker schon. „Das Wetter könnte eine hohe Wahlbeteiligung erschweren“, meint er. Die heiße Phase des Wahlkampfes gerate zwangsläufig extrem kurz und könne diesen Effekt noch steigern. Becker kommentiert, CDU und FDP hätten diesen Termin bewusst so gewählt, „weil sie glauben, sie könnten auf diese Weise im Schlafwagen zum Machterhalt kommen“.

Dagegen wolle er auf Plätzen, in Straßen und an Haustüren „themenorientiert den politischen Änderungsbedarf aufzeigen“, so Becker: „Da geht es um die Stichworte Pflege und Gesundheit, Arbeits- und Tarifpolitik, Bildung und Betreuung sowie um Familienpolitik.“

An den SPD-Infoständen werde der Kälte in diesem Sinne „mit heißen Debatten“ begegnet, so Becker, unterstützt durch „warmen Tee und Kaffee sowie hin und wieder durch Bratwurst“.

„Reichlich Thermoskannen mit heißem Kaffee und Tee“ will auch Maria Börger-Sukstorf (Grüne) an den Wahlständen bereithalten. Bis Weihnachten verzichtet die Grüne auf das Verteilen von politischen Materialien, bringt vielmehr kleine Wachsplättchen zum Kerzendrehen an die Bürger. Dicke Socken haben bei ihrer Winterausstattung erste Priorität: „Warme Füße sind für mich das Wichtigste.“ Börger-Sukstorf ist vor allem auf Wochenmärkten präsent, auf Hausbesuche setzt sie nicht: „Diese empfinde ich als zweischneidige Sache, das kann auch sehr bedrängend wirken.“

 Einen „abgespeckten Wahlkampf“ führt nach eigenem Bekunden Ralf Kirstan (FDP). Am 7. Januar will er loslegen, „Klinken putzen, Zettel verteilen und an Info-Ständen stehen“. Gegen Kälte sei er resistent, sagt der Studienrat, lieb gewordenes Utensil sei freilich eine gut gesteppte Barbour-Jacke.

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