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Langzeitarbeitslosigkeit: Kreis unter deutschem Schnitt

Landkreis / 25- bis 49-Jährige besonders betroffen Langzeitarbeitslosigkeit: Kreis unter deutschem Schnitt

Deutschland hat die meisten Langzeitarbeitslosen aller Industrienationen. Auf diesen Zustand weist die Internationale Arbeitsorganisation in einer Ende März veröffentlichten Studie hin. Die SN haben diese Erkenntnis zum Anlass genommen, um die Langzeitarbeitslosenzahlen in Schaumburg und den umliegenden Kreisen zu untersuchen.

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Die Langzeitarbeitslosigkeit ist auch im Landkreis Schaumburg ein hartnäckiges Problem.

Quelle: par

Landkreis (par). Im Berichtsjahr 2010 waren im Kreis Schaumburg 6718 Erwerbsfähige ohne Arbeit. 2246 von ihnen werden als langzeitarbeitslos kategorisiert, was 33,4 Prozent aller Arbeitslosen ausmacht. Als langzeitarbeitslos gilt jemand, der länger als zwölf Monate bei den Agenturen für Arbeit oder bei den Trägern für Grundsicherung für Arbeitsuchende als arbeitslos gemeldet ist. Damit liegt der Landkreis Schaumburg im lokalen Vergleich zu anderen Kreisen im Mittelfeld. Zum Vergleich: Nienburg hat eine Langzeitarbeitslosenquote von 29,1, Hameln-Pyrmont von 31,4, Hildesheim von 35,7 und der Kreis Lippe von 37,1 Prozent. Im Vergleich zu 2006, als die Langzeitarbeitslosenquote in Schaumburg noch 44 Prozent betrug, hat sich Zahl deutlich nach untern korrigiert. Bis auf den Kreis Nienburg, der 2006 eine Quote von 35,4 Prozent aufwies, lagen alle weiteren untersuchten Kreise zur damaligen Zeit zwischen 41 und 45 Prozent. Somit lässt sich bei allen ein deutlicher Rückgang ablesen.

In Deutschland suchen nach wie vor mehr als 3,2 Millionen Menschen eine Arbeit. Knapp 1,4 Millionen von ihnen sind seit einem Jahr oder länger arbeitslos gemeldet. Das macht eine bundesdeutsche Langzeitarbeitslosen-Quote von rund 44 Prozent aus. Der Landkreis Schaumburg und auch die angrenzenden Kreise liegen allesamt deutlich unter dem bundesdeutschen Durchschnitt.

Dennoch betont Günter Wolf, im Jobcenter Schaumburg zuständig für Controlling und Finanzen, dass Langzeitarbeitslosigkeit ein hartnäckiges Problem sei. „Uns fehlen die Arbeitsplätze für Ungelernte. Diese gab es früher viel mehr. Heute holen sich die Firmen für bestimmte Aufgaben externe Dienstleiter ins Haus“, erklärte er.

Die Ansprüche der Mindestqualifikationen für Berufseinsteiger seien seiner Meinung nach nicht gering. Viele Jugendliche seien daher nicht vermittelbar. „Hier setzen wir verstärkt an. Bereits in Kitas und Grundschulen müssen sprachliche Defizite ausgeräumt werden. Hierbei geht es um kontinuierliche Arbeit“, erklärte er.

Die Zahl der jungen Langzeitarbeitslosen unter 25 Jahren ist jedoch vergleichsweise gering. Bei einem Blick auf die Statistik des Schaumburger Jobcenters fällt auf, dass insbesondere die Gruppe der 25- bis 49-Jährigen stark von diesem Problem betroffen ist. 64 Prozent der langzeitarbeitslosen Kunden stammen aus dieser Alterssparte. „Da sitzen wirklich die Problemfälle“, so Wolf. Immerhin konnte in diesem Bereich die Quote in den vergangenen fünf Jahren um einige Prozentpunkte nach unten verbessert werden.

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