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Leinenzwang für viele Hundehalter kein Problem

Landkreis / Hunde Leinenzwang für viele Hundehalter kein Problem

Hunde an die Leine – das gilt seit dem 1. April per Gesetz. Bis zum 15. Juli müssen Hundebesitzer ihre Vierbeiner ausschließlich angeleint spazierenführen. Grund ist die sogenannte Brut- und Setzzeit, in der sich die heimische Natur in eine große Kinderstube verwandelt. Um ihre Hunde trotz Anleinpflicht auf Trab zu halten, haben Halter zahlreiche Tricks parat.

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Regine Blöhm findet die Leinenpflicht sinnvoll – auch bei ihrem Hund Tobi. © fme

Landkreis (fme, kcg). „Hunde müssen sich auch mal frei bewegen können“, erklärt Regine Blöhm aus Stadthagen. Deshalb lasse sie ihren Rüden Tobi viel im Garten toben. „Da fehlt ihm aber leider der soziale Kontakt zu anderen Hunden“, meint die Stadthägerin. Prinzipiell findet Blöhm den Leinenzwang in Ordnung: „Im Feld oder in Wäldern gehört der Hund natürlich an die Leine.“

Auch für Johannes Boldt ist die Anleinpflicht eine sinnvolle Naturschutzregelung. Seinen Hund halte er mit Ball- und Versteckspielen im Garten fit. Auch beim Joggen oder Fahrradfahren sei sein Vierbeiner häufig mit dabei.

Sebastian Giebe steht dem Leinenzwang allerdings mit gemischten Gefühlen gegenüber. „An belebten Orten wie auf dem Wall ist das sicher sinnvoll, aber in großen Parks eher nicht. Das hängt aber auch immer vom Verhalten der Hunde ab“, erklärt der Hundehalter aus Stadthagen.

Auch Henning Holzhausen, ehemaliger Vorsitzender der Kreisjägerschaft Schaumburg, erklärt, dass sich viele Schaumburger an die Anleinpflicht halten. „90 Prozent der Hundebesitzer sind vernünftig und akzeptieren das Gesetz.“ Treffe er im Wald dennoch Spaziergänger, deren Hunde ohne Leine laufen, seien diese meist einsichtig, sobald er ihnen die Hintergründe des Gesetzes erkläre. „Jeder Hund ist in seinem Grundinstinkt ein Jagdhund, egal wie gut er erzogen ist“, erläutert der Jäger. Wittert der Hund Wild, lebe er seinen Beutetrieb auch aus. Mit schwerwiegenden Folgen für die Wildtiere, die im Frühjahr mit der Brut und Aufzucht ihrer Jungtiere beschäftigt sind.

Aber nicht nur jagende Hunde seien eine Gefahr für Vögel, Hase und Reh, betont Kreisforstamtsleiter Lothar Seidel. „Schnüffelt der Hund im Unterholz, kann er dadurch das Wild von den Gelegen verscheuchen.“ Allein die Duftmarke des Hundes reiche aus, um den Lebensraum der Tiere im Wald empfindlich zu stören.
Geregelt ist der Leinenzwang im „Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung“. Verstöße stellen Ordnungswidrigkeiten dar, die mit einem Bußgeld geahndet werden können.

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