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Leiterin der SoVD-Geschäftsstelle zieht Bilanz

Schnelle Entscheidungen, intensive Kontakte Leiterin der SoVD-Geschäftsstelle zieht Bilanz

„Ich musste mich in die vielen Besonderheiten des Sozialrechts einarbeiten“, blickt Maike Philipps auf ihr erstes halbes Jahr als Leiterin der Geschäftsstelle des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) in Stadthagen zurück. Doch auch in anderer Hinsicht musste sich die 48-jährige Juristin umstellen.

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Landkreis (bes). „Der SoVD lebt von schnellen Entscheidungen.“ Genau diese Herausforderungen sind es aber auch, die für Philipps den Reiz ihres Amtes ausmachen. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Beratungen bei Fragen zu Rente, Arbeitslosengeld, Kuren, Rehabilitationsmaßnahmen und möglichen Schwerbehinderungen. „Derzeit sind auch die Themen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht stark nachgefragt.“ Allerdings ist bei den Gesprächen nicht immer nur juristisches Wissen gefragt. „Es bedarf auch sozialer Kompetenzen. Bisweilen sind die Beratungen auch ein Stück weit Gesprächstherapien“, erzählt die 48-Jährige.
Dass die Geschäftsstelle des Schaumburger SoVD-Kreisverbandes mit einer Volljuristin besetzt worden ist, geht auf Bestrebungen des Landesverbandes zurück. Dieser habe beschlossen, dass fortan nur noch Volljuristen solche Positionen bekleiden sollen, „um mehr Kompetenz vor Ort zu repräsentieren“.
Bevor die Juristin die Leitung der SoVD-Geschäftsstelle in Stadthagen übernahm, war sie lange Jahre in einem Anwalts- und Steuerbüro in Hannover, in einer Anwaltskanzlei in Haste sowie in der Rechtsabteilung einer Aus- und Weiterbildungseinrichtung tätig. Bereits in dieser Zeit habe sie einige Berührungspunkte mit dem Sozialrecht gehabt, ergänzt Philipps. Mittlerweile habe sich eine gewisse Routine eingestellt.
Die Konzentration auf diesen Bereich hat die 48-Jährige nicht bereut. „Die Arbeit macht viel Spaß, weil es um das originäre Anwaltsgeschäft geht“, zumal viele der Fälle stark durch die individuelle Komponente geprägt seien. „Das ist ein willkommener Nebeneffekt.“
Noch einiges zu lernen hat die Juristin nach eigenen Angaben beim Umgang mit den Ehrenamtlichen. Zwar habe es seitens des SoVD-Landesverbandes eine entsprechende Schulung gegeben, vor Ort in der täglichen Arbeit habe sie jedoch festgestellt, dass es noch einiges zu entdecken gibt. „Der Kontakt ist viel intensiver, auch weil im Vergleich zur Beratungsstelle in Hannover viele Mitglieder regelmäßig in die Geschäftsstelle kommen.“
Sehr wichtig sind ihr aber auch ihre drei hauptamtlichen Kolleginnen, die sie nicht nur in der Anfangszeit gut aufgefangen haben. Zu den wichtigsten Erfahrungen im ersten halben Jahr als Leiterin der Geschäftsstelle zählen für Philipps unter anderem, „wenn die Menschen sich über unser Engagement freuen und damit zufrieden sind“. Diese Wertschätzung seien überaus wohltuende Reaktionen. „Das bestärkt einen, dass unser Weg der richtige ist.“

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