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Aus dem Landkreis Lenz kritisiert „konservative Schulpolitik“
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Lenz kritisiert „konservative Schulpolitik“
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00:17 16.12.2016
Quelle: pr.
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Landkreis

Der GEW-Kreisvorsitzende betonte, er sei von dem Vorstoß des Deutschen Lehrerverbandes „nicht überrascht“. Dessen Vorsitzender sei schon seit Langem dafür bekannt, dass er einen angeblichen Niveauverlust der Gymnasien beklage, um damit eine konservative Schulpolitik zu betreiben. Dazu gehöre beispielsweise die Forderung nach einer Stärkung von Kernfächern wie Deutsch und Mathematik sowie eine höhere Gewichtung schriftlicher Leistungen im Vergleich zu mündlichen Prüfungen. „Das riecht danach, dass da jemand seine bildungspolitischen Ziele schlagzeilenträchtig verkaufen will“, kommentierte Lenz.

Zweifel am Zahlenmaterial

Der Stadthäger zieht zudem grundsätzlich in Zweifel, dass die Behauptung des Deutschen Lehrerverbandes auf seriösem Zahlenmaterial basiert: „Dazu würde ich eine grundlegende bundesweite Studie verlangen.“ So stelle sich beispielsweise die Frage, ob es sich bei den besseren Abi-Noten um einen langfristigen Trend handelt oder nur um ein eher kurzfristiges Phänomen. Und selbst wenn die Noten tatsächlich besser würden, könne das heißen, „dass die Schüler besser werden und nicht die Prüfungen leichter“.

Lenz weiter: „Aber dass die Schüler besser werden, darf es aus Sicht des Deutschen Lehrerverbandes offenbar nicht geben.“ Das Zentralabitur sei eingeführt worden, um eine Inflation guter Noten zu verhindern, ergänzt Lenz. ssr

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