Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Aus dem Landkreis Lieber Notarzt als Hausarzt
Schaumburg Landkreis Aus dem Landkreis Lieber Notarzt als Hausarzt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:50 17.08.2017
Symbolbild Quelle: DPA
LANDKREIS

Ausgehend von den gerundeten Planzahlen erhöhten sich die Einsätze der Rettungstransportwagen von 13300 Fahrten 2014 auf über 16000 im vergangenen Jahr. Die Notärzte sind vor drei Jahren noch 3900 Mal ausgerückt, auf fast 4700 Einsätze kamen sie 2016.

„Die Schwelle, einen Notruf abzusetzen ist in den vergangenen Jahren gesunken“, vermutet Andrea Stüdemann vom Landkreis zu den Ursachen des Anstiegs. „Früher haben die Menschen zunächst den Hausarzt kommen lassen und dieser hat danach vielleicht einen Transport zum Krankenhaus verordnet. Heute wählt man erst einmal 112“, so die Kreisverwaltungsdirektorin.

Auch die Krankentransporte sind zunächst angestiegen: 14000 waren es 2014, 16500 im Jahr darauf, danach reduzierten sich die Fahrten wieder auf 14400. Einen Erklärungsansatz für das Absinken kann Stüdemann nicht anbieten, auch der Sprecher der AOK-Niedersachsen, Carsten Sievers, kann das Phänomen bestätigen, aber nur annähernd begründen. „Beispielsweise ein Dialyse-Patient benötigt 312 Krankentransporte im Jahr. Verringert sich die Zahl der Patienten in einem Landkreis nur ein wenig, kann dass schon mit erheblichen Schwankungen bei den verbuchten Fahrten niederschlagen“, erklärt Sievers. geb