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Lokale Polizei sucht jährlich 100 Kinder

Gesuchte tauchen meist schnell wieder auf Lokale Polizei sucht jährlich 100 Kinder

In Niedersachsen sind aktuell 170 Kinder unter 14 Jahren als längerfristig vermisst gemeldet. Im Bereich der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg (PI) ist die Lage aber entspannt, aktuell ist kein Kind als längerfristig vermisst gemeldet.

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LANDKREIS. .  Das hat der stellvertretende Sprecher der PI, Daniel Jahn, auf Anfrage mitgeteilt.
Zwar gebe es im Bereich der PI jährlich rund 100 Anzeigen, dass Kinder vermisst werden, fuhr Jahn fort. In den allermeisten Fällen seien die Minderjährigen aber nach ein, spätestens zwei Tagen wieder aufgetaucht.
„Klassiker“: Flucht aus
Kinder- und Jugendheimen
„Dass ein Kind etwa über mehrere Monate als vermisst gemeldet war, an einen solchen Fall kann ich mich hier in den ganzen letzten Jahren nicht erinnern“, führte der Sprecher aus. Schon gar nicht sei ein Fall mit kriminellem Hintergrund vorgekommen, etwa eine Entführung oder dass ein Elternteil etwa in einem Sorgerechtsstreit mit einem Kind abtaucht.
Die Flucht aus Kinder- und Jugendheimen stelle „den Klassiker“ bei den genannten 100 Vermissten-Anzeigen dar, erläuterte Jahn. „Die Kinder haben Heimweh oder fühlen sich in der Einrichtung aus welchem Grund auch immer nicht wohl.“ Im Regelfall tauchen die Geflüchteten nach kurzer Zeit bei Familienangehörigen, Freunden oder anderen Bezugspersonen auf.
Völlig zu Recht, so Jahn, melden die Einrichtungen das Fehlen eines Kindes sehr schnell bei der Polizei: „Je eher wir davon erfahren, desto schneller können Ermittlungen aufgenommen werden.“ Diese würden in jedem einzelnen Fall und sofort getätigt, „denn Kinder bedürfen des besonderen Schutzes“. Ort der Ermittlungen könnten beispielsweise Bahnhöfe oder Bushaltestellen sein, wenn anzunehmen sei, dass das Kind nach Hause fahren will. Zudem werde umgehend mit allen möglichen bekannten Bezugspersonen Kontakt aufgenommen, um herauszufinden, wohin sich das Kind wenden könnte.
Eine weitere häufige Konstellation ist nach Darstellung von Jahn, dass Kinder nach Erziehungs- oder Familienstreitigkeiten weglaufen: „In den meisten Fällen tauchen sie dann bei Freunden oder Verwandten wieder auf oder kehren nach einer Weile zur Familie zurück.“
Die Polizei rate aber auch in diesen Fällen ausdrücklich, das Fehlen so schnell wie möglich zu melden: „Wenn ein Kind verschwunden ist und man das Gefühl hat, dass etwas nicht stimmt, sollte man umgehend eine Polizeidienststelle aufsuchen oder den Notruf wählen“, betonte Jahn: „Es gibt hierbei keinen falschen Alarm.“ ssr

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