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Mangelnde Ausstattung und Ausbildung

Feuerwehr in Schaumburg Mangelnde Ausstattung und Ausbildung

Ende Oktober hat die Feuerwehr auf Kreisebene erstmals eine Fortbildung selbst organisiert, weil bei der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz keine Kapazitäten frei waren.

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LANDKREIS. Für nächstes Jahr hatte sich Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote einer Verbesserung der Situation erhofft, da die Bettenzahl in der Celler Einrichtung deutlich aufgestockt werden sollte. Doch wie er jetzt im Ausschuss für Rettungswesen, Feuer- und Katastrophenschutz mitgeteilt hat, werden sich die Kameraden weiter gedulden müssen.

Hintergrund: Die Akademie wollte in einer ehemaligen Bundeswehrkaserne in Scheunen zusätzlich 110 Betten aufstellen und somit die Gesamtzahl auf 350 aufstocken. Die Zuweisungsquote, die laut Grote aktuell bei 50 Prozent liege, sollte damit auf 70 bis 75 Prozent erhöht werden. Diese Maßnahme sei nun auf den 1. April verschoben worden, so Grote, der diesen Umstand sehr bedauert, habe dieser doch immense Auswirklungen auf die Kameraden. Denn: „Für die ersten drei Monate im Jahr 2017 fallen rund 1000 Lehrgangsplätze weg.“

So seien aus dem Landkreis für den Bereich technische Hilfsleistung 80 Plätze angefordert worden, 37 seien im ersten Gang zugeteilt worden. „Jetzt sind davon nur noch zwölf übrig geblieben“, erklärt Grote. Aus diesem Grund wolle die Wehr diese Fortbildung auf Kreisebene durchführen, wie in diesem Jahr den Truppführer-Lehrgang. Die Kosten würden vom Land übernommen. Für den Kreisbrandmeister ist Eile geboten: „Wir können nicht warten, der Nachwuchs bricht uns weg.“

Schon immer "miserabel"

Die schlechte Quote habe jedoch nichts mit der kurzzeitigen Unterbringung von Flüchtlingen in der Akademie im September 2015 zu tun, sondern sei schon immer „miserabel“ gewesen, betont Grote. Dies liege an fehlenden Lehrkräften, die sich aufgrund schlechter Bezahlung und einem vergleichsweise hohen Renteneintrittsalter lieber andere Stellen suchten. Dem sei allerdings, zumindest im Bereich Vergütung, bereits entgegengesteuert worden. „Und im nächsten Jahr sollen acht weitere Lehrkräfte eingestellt werden.“

Sorge bereitet Grote auch die Ausstattung des Katastrophenschutzes, denn in Steinbergen und Stadthagen fehlten Löschtruppenfahrzeuge, „wir brauchen dringend Ersatz“. Für die Ausstattung ist zwar der Bund zuständig, aber der Kreisbrandmeister hofft auf politischen Druck auch aus den Reihen des Ausschusses. „Es kann nicht sein, dass der Landkreis in die Bresche springt für Aufgaben, die der Bund zu tragen hat. Das ist ein Fass ohne Boden.“ Dabei habe der Bund eigentlich vorgehabt, die Mittel für den Bereich von derzeit 53 auf 70 Millionen Euro zu erhöhen. Es seien letztlich jedoch nur vier zusätzliche Millionen gewesen. Niedersachsen gebe noch einmal zwei Millionen dazu, aber bei den vielen Landkreisen sei dies auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, bedenke man Anschaffungskosten für ein Löschgruppenfahrzeug von 250000 bis 300000 Euro. „Wir wollen nicht hoffen, dass es wieder sieben Jahre dauert, bis wir eine Zuteilung erhalten.“ col

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